Wahl zu den Präsidentschaftskandidaten im Iran Durch die Wahl im Iran wird sich kaum etwas ändern

Meinung | Istanbul · Für die Präsidentenwahl im Iran sind fünf der sechs Kandidaten ausgewiesene Hardliner. Aber egal, wer gewinnt – ändern wird sich in dem Land kaum etwas, glaubt unser Autor.

 Der einzige Kandidat aus dem Reformlager, der frühere Gesundheitsminister Massud Peseschkian.

Der einzige Kandidat aus dem Reformlager, der frühere Gesundheitsminister Massud Peseschkian.

Foto: dpa/Vahid Salemi

Das iranische Regime gibt sich vor der Präsidentenwahl in diesem Monat nicht viel Mühe, seine Absicht zu verbergen: Die Wahl soll nicht den Volkswillen abbilden, sondern das System stabilisieren. Deshalb sind fünf von sechs zugelassenen Bewerbern ausgewiesene Hardliner. Der einzige Kandidat aus dem Reformlager, der frühere Gesundheitsminister Massud Peseschkian, soll unzufriedene Iraner an die Urnen bringen und so die Beteiligung hochtreiben, um der Wahl ein Mindestmaß an Legitimität zu verleihen.