Illegaler Handel mit Hunden So möchte die EU künftig Welpen besser schützen

Brüssel · Mit einer Welpen-Initiative hat Dänemark eine lebhafte Debatte im Rat der Agrarminister ausgelöst. Zahlreiche Ländervertreter berichteten in Brüssel von Missständen vor allem beim Online-Handel, welcher mit der Pandemie rasant zugenommen hat.

 Beagle-Welpen, die aus einem illegalen Tiertransport gerettet wurden, ruhen sich in einem Tierheim aus.

Beagle-Welpen, die aus einem illegalen Tiertransport gerettet wurden, ruhen sich in einem Tierheim aus.

Foto: dpa/David Ebener

Die wachsende Einsamkeit in der Corona-Pandemie hat nicht nur die Nachfrage nach Vierbeinern in ungeahnte Höhen getrieben, sondern auch das Schicksal von Welpen verschlimmert. „Kriminelle Händler nutzen die hohe Nachfrage gnadenlos aus“, berichtete Deutschlands Agrarminister Cem Özdemir. Mit minimalem Einsatz wollten sie maximale Gewinne erzielen. „Das heißt: die Welpen werden zu jung, oft krank und ohne Impfungen auf die Reise geschickt“, sagte der Minister unserer Redaktion. Hier werde auf dem Rücken der Tiere Profit gemacht. „Das ist grausam und müssen wir beenden“, er läuterte der Grünen-Politiker. Weil der Handel mit Hunden meist grenzüberschreitend stattfinde, seien neben nationalen Maßnahmen auch europäische Lösungen nötig. „Ich fordere die Europäische Kommission auf, hier zügig entsprechende Regelungen zu erlassen“, teilte Özdemir mit.