Folgen von Irans Angriff auf Israel Bewährungsprobe für Kanzler Scholz in China

Chongqing · Irans Angriff auf Israel wirft die Tagesordnung von Bundeskanzler Olaf Scholz in China um. Es ist eine weitere außenpolitische Bewährungsprobe für den SPD-Politiker. Ob er sie besteht, ist bei der Ankunft völlig unklar.

 Vor der Kulisse der Stadt Chongqing beantwortet Kanzler Scholz Fragen zum Konflikt zwischen Iran und Israel.

Vor der Kulisse der Stadt Chongqing beantwortet Kanzler Scholz Fragen zum Konflikt zwischen Iran und Israel.

Foto: dpa/Michael Kappeler

Es ist verwirrend. Auch für einen Kanzler. Wenn Olaf Scholz in die Lobby seines Hotels will, dann muss er in den 42. Stock. Wenn er dort aus der Tür tritt, ist er auf der Straße und kann gegenüber in den achten Stock des nächsten Hotels laufen. Die erste Station der dreitägigen China-Reise des Kanzlers ist das am Jangtse-Fluss in Zentral-China gelegene Chongqing, das als größte Stadt der Welt gilt. Im gesamten Verwaltungsgebiet, das so groß wie Österreich ist, leben etwa 32 Millionen Menschen. Die Stadt ist bergig, von Flüssen zerklüftet, dennoch dicht besiedelt. Die Architektur ist verwirrend, wie Scholz in seinem Hotel erlebt – und faszinierend zugleich.