Kommentar zu der US-Milliardenhilfe Beschämend, dass Selenskyj als Bittsteller auftreten muss

Meinung · Dass die USA ihre Milliardenhilfe für die Ukraine zugesagt haben, ist ein wichtiger Schritt. Jedoch dürften sich Deutschland und Europa jetzt nicht zurücklehnen, warnt unsere Autorin. Viele hätten noch nicht verstanden, was der Krieg in letzter Konsequenz bedeuten könne.

 Bevor das US-Repräsentantenhaus die Milliardenhilfe für die Ukraine zusagte, protestierten Aktivisten vor dem Kapitol. Ihr Anliegen wurde erfüllt – doch wird das auch in Zukunft so sein? Das fragt sich unsere Autorin.

Bevor das US-Repräsentantenhaus die Milliardenhilfe für die Ukraine zusagte, protestierten Aktivisten vor dem Kapitol. Ihr Anliegen wurde erfüllt – doch wird das auch in Zukunft so sein? Das fragt sich unsere Autorin.

Foto: dpa/J. Scott Applewhite

Das tiefe Aufatmen in der Ukraine und bei den europäischen Partnern war regelrecht zu hören. Am Wochenende machte das US-Repräsentantenhaus endlich den Weg für ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine frei. Von einer Entscheidung, „die uns das Leben rettet“, sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Tatsächlich kann die Bedeutung der US-Militärhilfe kaum überschätzt werden, nicht nur wegen ihrer beachtlichen Höhe von 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro). Sie ist auch ein Signal des westlichen Beistands in einer Zeit, in der die Ukraine ins Hintertreffen zu geraten droht. Ein Grund, sich in Europa und in Deutschland zurückzulehnen, sind die zugesagten US-Hilfen daher keineswegs.