Kommentar zur Lage im Nahost-Konflikt Mit Mördern verhandeln?

Meinung | Düsseldorf · Die Verhandlungen über die Freilassung der israelischen Geiseln kommen voran. Man darf aber nicht vergessen, dass dabei mit der Hamas eine mörderische Organisation auf der anderen Seite steht, schreibt unser Autor.

Am 7. Oktober verwüstete die Hamas das Kibbuz Beeri.

Am 7. Oktober verwüstete die Hamas das Kibbuz Beeri.

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Die Feuerpause hält, soll sogar verlängert werden, die ersten Geiseln hat die Terrororganisation Hamas freigelassen und dafür eine dreifache Anzahl an verurteilten Palästinensern im Gegenzug erhalten. Das ist zweifellos ein Erfolg, die Vermittler auf beiden Seiten haben gute Dienste geleistet. Hat sich damit die Hamas als glaubwürdiger Verhandlungspartner erwiesen? Wer noch einmal das Pogrom am 7. Oktober durch die Hamas auf israelischem Boden Revue passieren lässt, muss zu einer anderen Antwort kommen. Die israelische Jura-Professorin und frühere UN-Mitarbeiterin, Ruth Halperin-Kaddari, untersucht systematisch die Gewalt gegen Frauen bei diesem Pogrom. Sie hat mit glaubwürdigen Zeugenaussagen dokumentiert, wie Frauen zu Tode vergewaltigt wurden.