Konflikte Syriens Verbündeter Russland gegen Waffenruhe im Raum Aleppo

Moskau · Syriens enger Verbündeter Russland hat sich gegen eine sofortige Waffenruhe im Raum Aleppo ausgesprochen. Der Kampf gegen Terrorgruppierungen in der Region sollte fortgesetzt werden, sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow in Moskau.

 Umkämpfte Stadt: Assad-treue Kräfte kontrollieren den Westen der einst zweitgrößten Stadt Syriens, Regimegegner den Osten. Die Armee versucht seit längerem, den letzten Nachschubweg der Rebellen zu kappen.

Umkämpfte Stadt: Assad-treue Kräfte kontrollieren den Westen der einst zweitgrößten Stadt Syriens, Regimegegner den Osten. Die Armee versucht seit längerem, den letzten Nachschubweg der Rebellen zu kappen.

Foto:  Zouhir Al Shimale/

"Wir werden keinen Druck (auf die syrische Führung) ausüben, weil man verstehen muss, dass ein Kampf gegen den Terror stattfindet. Und die Situation in Aleppo steht im Zusammenhang mit diesem Kampf", sagte Gatilow nach Angaben der Agentur Interfax. Von einer Feuerpause seien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front ohnehin ausgenommen.

Russland und die USA erörterten die Lage in Aleppo täglich. Die Situation sei kompliziert, weil sich die Terrormiliz IS mit anderen bewaffneten Gruppen verbündet habe, sagte der Vizeaußenminister.

Gatilow bestätigte, dass das russische Militär die syrische Armee bei Aleppo unterstützt. "Aber jene Oppositionsgruppen, die gemäßigt sind und am Friedensprozess teilnehmen, attackieren wir natürlich nicht. Wir koordinieren diese Frage eng mit den Amerikanern", sagte er.

Russlands Ziel sei die "Liquidierung" des IS. "Die Opposition sollte diese Operationen nicht stören", meinte Gatilow. Er schloss eine Verzögerung des Friedensprozesses nicht aus.

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