Blick auf Strukturen im Land So geht es nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi im Iran weiter

Istanbul · Nach dem Tod von Ebrahim Raisi hat im Iran die Suche nach einem neuen Präsidenten begonnen. Doch die iranische Führung stützt sich immer mehr auf Zwang und immer weniger auf Wahlen. Das Volk ist zunehmend frustriert.

 Trauernde versammeln sich um einen Lastwagen, der die Särge des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi, Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian und weitere Minister transportiert, die am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz in einer Bergregion im Nordwesten des Landes ums Leben gekommen sind.

Trauernde versammeln sich um einen Lastwagen, der die Särge des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi, Irans Außenminister Hussein Amirabdollahian und weitere Minister transportiert, die am Sonntag bei einem Hubschrauberabsturz in einer Bergregion im Nordwesten des Landes ums Leben gekommen sind.

Foto: dpa/Ata Dadashi

Im Iran hat nach dem Tod von Ebrahim Raisi die Suche nach einem neuen Präsidenten begonnen. Bis zur Neuwahl am 28. Juni lenkt Vizepräsident Mohammed Mochber die Regierungsgeschäfte. Der 68-jährige Mochber, wie Raisi ein Gefolgsmann von Revolutionsführer Ajatollah Ali Khamenei mit engen Verbindungen zur mächtigen Revolutionsgarde, hat wenig Spielraum für eigene Initiativen, denn die eigentliche Macht liegt in den Händen von Khamenei. Das zeigt ein Blick auf die Strukturen des iranischen Staates.