Nach Tod von US-Soldaten USA wollen Iran dauerhaft schwächen

Istanbul · Nach dem Tod von drei Soldaten der US-Armee bombardiert die USA Ziele im irakisch-syrischen Grenzgebiet. Dabei geht es dem Land nicht allein um Rache. Fraglich ist, ob die Angriffe langfristig den gewünschten Erfolg bringen. Hauptverlierer ist vor allem der Irak.

 Soldaten tragen den Sarg ihres Kollegen, der bei einem Drohnenangriff in Jordanien durch vom Iran unterstützte Kämpfer getötet wurde. US-Präsident Joe Biden erweist den drei getöteten Soldaten die letzte Ehre.

Soldaten tragen den Sarg ihres Kollegen, der bei einem Drohnenangriff in Jordanien durch vom Iran unterstützte Kämpfer getötet wurde. US-Präsident Joe Biden erweist den drei getöteten Soldaten die letzte Ehre.

Foto: dpa/Kyle Mazza

Die Städte Al-Qaim, Al-Bukamal, Al-Mayadin und Deir es-Zor im irakisch-syrischen Grenzgebiet haben zwei Dinge gemeinsam: Sie liegen an einer Route, über die der Iran verbündete Milizen im Nahen Osten mit Waffen versorgt – und sie wurden in der Nacht zum Samstag von den USA bombardiert. Amerika will mit seinen Luftangriffen im Irak, in Syrien und im Jemen mehr erreichen, als den Tod von drei US-Soldaten zu rächen und den Iran zu warnen. Die Auswahl der Angriffsziele zeigt, dass Washington die Gelegenheit nutzen will, um die über Jahre aufgebauten iranischen Versorgungswege zu zerstören und den Iran dauerhaft zu schwächen.