Kommentar zum Schweigegeldprozess Trumps Entlastungszeuge wird zum Belastungszeugen

Meinung · Eigentlich sollte Robert Costellos den früheren US-Präsidenten Donald Trump im Schweigegeldprozess entlasten. Stattdessen geriet der Auftritt des Anwalts zum Desaster für den Angeklagten. Für den wäre es besser gewesen, Costellos wäre gar nicht erst aufgetreten, meint unser Autor.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump (l.) spricht neben seinem Anwalt Todd Blanche nach der Verhandlung seines Prozesses im Strafgericht von Manhattan.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump (l.) spricht neben seinem Anwalt Todd Blanche nach der Verhandlung seines Prozesses im Strafgericht von Manhattan.

Foto: dpa/Michael M. Santiago

Der letzte Eindruck, den die zwölf Geschworenen von der Verteidigung im Schweigegeldprozess gegen Donald Trump mitnahmen, war nicht der beste. Der angeklagte Ex-Präsident hatte nach 20 Zeugen der Anklage einen einzigen Zeugen aufgeboten, der zu seiner Entlastung aussagen sollte. Robert Costellos Auftritt geriet zum Desaster. Er dürfte nicht nur durch sein rüpelhaftes und respektloses Auftreten die Jury gegen sich aufgebracht haben. Mit ein paar gezielten Fragen und einer Reihe an E-Mails überführte die Staatsanwaltschaft den windigen Anwalt als Lügner.