Freie Wähler klettern auf 3,5 Prozent Wird der Bundestag zum Acht-Parteien-Parlament?

Berlin · Nun ist auch der Einzug der Freien Wähler in den Bundestag greifbar geworden. Was die einstige lokale Bürger-Bewegung ausmacht, wem sie Stimmen wegnimmt und welche Auswirkungen das auf die Kanzlerfrage hat.

 Machte zuletzt mit abwegigen Vergleichen von sich reden: Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, stellvertretender Ministerpräsident Bayerns.

Machte zuletzt mit abwegigen Vergleichen von sich reden: Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, stellvertretender Ministerpräsident Bayerns.

Foto: dpa/Peter Kneffel

Wiederholt sich bei der Bundestagswahl im September das Phänomen der rheinland-pfälzischen Landtagswahl vom März? Seinerzeit hatten sich die Freien Wähler (FW) unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit Sympathien unter „Sonstige“ erarbeitet. Nur das Insa-Meinungsforschungsinstitut taxierte die FW lange bei drei Prozent. Zwei Wochen vor der Wahl wies auch die Forschungsgruppe Wahlen erstmals Zahlen für die FW aus, die inzwischen bereits bei fünf Prozent angelangt waren – und dann in Fraktionsstärke in den Landtag einzogen. Auf Bundesebene stehen sie jetzt laut Insa bei 3,5 Prozent. Damit ist ein Acht-Parteien-Parlament in Reichweite gekommen.