Nato-Gipfel in Brüssel Das Bündnis nimmt China ins Visier

Brüssel · Es ist der erster Nato-Gipfel mit US-Präsident Joe Biden. Die Vereinigte Staaten stehen laut Biden an der Seite Europas – ein Schulterschluss der Allianz vor dem Biden-Putin-Treffen in Genf. Ebenso rückt die Großmacht China in den Fokus des Bündnisses.

 US-Präsident Joe Biden beim Gipfeltreffen im Hauptquartier der Nato in Brüssel.

US-Präsident Joe Biden beim Gipfeltreffen im Hauptquartier der Nato in Brüssel.

Foto: dpa/Stephanie Lecocq

Es ist dieses Bekenntnis, auf das die Nato so sehr gehofft hatte: „Ich will ganz Europa wissen lassen, dass die Vereinigten Staaten da sind“, sagte US-Präsident Joe Biden am Montag beim Treffen mit den übrigen 29 Staats- und Regierungschefs der Allianz. Europa beizustehen, sei für Washington „eine heilige Pflicht“. Gut vier Jahre, nachdem sein Vorgänger Donald Trump die Verbündeten mit Drohungen eines Austritts der USA aus dem Bündnis verschreckt hatte, wollte Biden wieder Ruhe im transatlantischen Verhältnis schaffen. „Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle und wird mit einer kollektiven Antwort beantwortet werden.“ Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ergänzte: „Heute werden wir ein neues Kapitel in den transatlantischen Beziehungen eröffnen.“ Und weiter: „Niemand soll glauben, dass er die Nato spalten oder zerlegen könnte.“