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2G in NRW: Corona-Umfrage - Drei Viertel in NRW fordern 2G statt 3G

Umfrage : Mehr als drei Viertel der Menschen in NRW fordern landesweite 2G-Regelung

Eine große Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen spricht sich dafür aus, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Einrichtungen erhalten, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. In anderen Bundesländern fällt die Zustimmung deutlich geringer aus.

Mehr als drei Viertel der Menschen in Nordrhein-Westfalen fordern angesichts steigender Corona-Zahlen eine flächendeckende 2G-Regelung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag unserer Redaktion. 76 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Einrichtungen erhalten, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Lediglich 21 Prozent der Menschen in NRW sind gegenteiliger Meinung. Der Rest (3 Prozent) ist in der Frage unentschieden.

Zwei Drittel (66 Prozent) beantworten die Frage, ob für Ungeimpfte Zutrittsbeschränkungen gelten sollten, sogar mit „Ja, auf jeden Fall“.

Die Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag hat sich bereits für eine landesweite 2G-Regelung ausgesprochen. Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) verlangte die Einführung einer konsequenten 2G-Regel sowie eine Reaktivierung der Maskenpflicht im Unterricht und den zügigen Aufbau einer dezentralen und niedrigschwelligen Infrastruktur für Impfangebote.

Flächendeckende 2G-Regelung: Am wenigsten Zustimmung in Sachsen

Mit 76 Prozent Zustimmung ist Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter bei der Forderung nach einer flächendeckenden 2G-Regelung. In den alten Bundesländern stimmen im Schnitt 73 Prozent der Befragten dem Vorschlag zu, 23 Prozent lehnen sie ab. Deutlich geringer fällt die Zustimmung in den neuen Bundesländern aus: Im Schnitt liegt die Zustimmung dort nur bei 60 Prozent. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) lehnt den Vorschlag ab.

Schlusslicht auf Länderebene ist Sachsen: Dort fordern nur 52 Prozent der Befragten eine flächendeckende 2G-Regelung. 42 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der Bevölkerung je Bundesland gewichtet. Für die Frage wurden im Zeitraum vom 8.11. bis 9.11.21 die Antworten von 5069 Teilnehmern berücksichtigt. Die Werte sind mit der Hare-Niemeyer-Methode gerundet. Der statistische Fehler für die nordrhein-westfälischen Werte liegt bei 2,8 Prozentpunkten.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.