Bonner Experte zum AfD-Wahlerfolg „Es kann nicht allein an Online-Kampagnen gelegen haben“

Interview | Bonn · Rund 16 Prozent der jungen Wahlberechtigten haben bei der Europawahl die AfD gewählt. Dass hinter diesem Ergebnis nicht allein die Präsenz der Partei in den sozialen Medien wie TikTok steckt, erklärt der Kommunikationswissenschaftler Hektor Haarkötter von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

 Deutschlandfahnen liegen auf einer Wahlparty in der AfD-Parteizentrale vor der ersten Hochrechnung zur Europawahl bereit. (Archivfoto)

Deutschlandfahnen liegen auf einer Wahlparty in der AfD-Parteizentrale vor der ersten Hochrechnung zur Europawahl bereit. (Archivfoto)

Foto: dpa/Jörg Carstensen

Viele der jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren haben bei der Europawahl den etablierten Parteien den Rücken gekehrt. Die jungen Wählerinnen und Wähler haben sich stattdessen vor allem für Kleinstparteien (28 Prozent) entschieden. CDU/CSU (17 Prozent) und die AfD (16 Prozent) liegen auf Platz zwei und drei in der Altersgruppe. Dabei hat vor allem die AfD massiv an Stimmen gewonnen – elf Prozent mehr im Vergleich zu 2019.