Streitkräftereform Wie Verteidigungsminister Pistorius die Bundeswehr umbaut

Berlin · Verteidigungsminister Boris Pistorius will, dass Deutschland sich gegen Angreifer verteidigen kann und hat dafür bewusst die Vokabel „Kriegstüchtigkeit“ als Diskussionsaufreger gesetzt. Nun präsentiert er einen Umbau der Bundeswehr.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (r.) und Generalinspekteur Carsten Breuer stellen die Strukturreform der Bundeswehr vor.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (r.) und Generalinspekteur Carsten Breuer stellen die Strukturreform der Bundeswehr vor.

Foto: dpa/Michael Kappeler

Nein, beim Bingo sei er nicht, sagt Boris Pistorius. Man rate mal, wie oft er etwa auch an diesem Tag das Wort „kriegstüchtig“ verwenden werde. Stand 13.14 Uhr: Null. Aber so viel sei klar, er werde die Vokabel wieder einsetzen in der Debatte über die Fähigkeit der Bundeswehr, im Falle eines Angriffs auch das eigene Land verteidigen zu können. Denn darum geht es: um die Bundeswehr der Zukunft. Voll abwehrbereit. Der Minister ist an diesem Donnerstag zur Mittagsstunde angetreten, eine der weitreichendsten Entscheidungen seiner bisherigen Amtszeit anzukündigen: die Strukturreform der Bundeswehr. Im Pressesaal im Berliner Bendlerblock ist kein Platz mehr frei. Neue Zeiten, neue Gefahren, neue Truppe.