Kommentar zur Rekrutierung der Bundeswehr Rückkehr zur „Wehrpflicht light“ ist beachtliche gesellschaftliche Wende

Meinung | Berlin · Die Bundeswehr hat es im Ringen um die besten Köpfe nicht einfach. Die Gehälter sind nicht üppig, das Risiko hoch, familienfreundliches Arbeiten sieht anders aus. Hier gilt es, Anreize zu setzen, meint unsere Autorin.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kommt in den Verteidigungsausschuss des Bundestages für die Vorstellung der Pläne zu einem neuen Wehrdienst.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kommt in den Verteidigungsausschuss des Bundestages für die Vorstellung der Pläne zu einem neuen Wehrdienst.

Foto: dpa/Kay Nietfeld

Nach Wochen der Spekulationen ist nun klar: Boris Pistorius will zusätzliche Wehrdienstleistende für die Bundeswehr zunächst ohne Zwang rekrutieren. Für den SPD-Verteidigungsminister, der weitergehende Pläne hatte, aber von Kanzler Olaf Scholz (SPD), einer zögernden Partei und Koalition zurückgehalten wurde, mag das eine politische Niederlage sein. Trotzdem ist die Rückkehr zur „Wehrpflicht light“ eine beachtliche gesellschaftliche Wende.