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Corona in NRW: Lockerungen im Lockdown - Gartenmärkte, Freizeitsport

Freizeitsport, Gartenmärkte und Schulen : NRW lockert Corona-Auflagen ab diesem Montag

Trotz der Sorge vor den ansteckenderen Varianten des Coronavirus gibt NRW seinen Bürgern wieder mehr Freiheiten. So kehren die ersten Schüler in den Präsenzunterricht zurück, neue Regeln gibt es unter anderem auch beim Sport im Freien.

Trotz eines erneuten Anstiegs der Corona-Zahlen öffnet Nordrhein-Westfalen am Montag die Schulen für einen Teil der Kinder und Jugendlichen. Nach sechs Wochen Distanzunterricht kehren mehr als 800.000 Schüler unter verschärften Schutzvorkehrungen in die Klassen zurück. Auch in die Kitas können wieder mehr Kinder kommen, und draußen werden einige Freizeitsportarten wie Tennis unter besonderen Auflagen wieder erlaubt.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Schulen und Kitas:

Zunächst werden am Montag Grund- und Förderschüler sowie Schüler aus Abschlussklassen und Berufskollegs in den Präsenzunterricht zurückgeholt. Für die Grundschulen ist ein Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht in halbierten Klassenstärken vorgesehen. Spätestens nach fünf Tagen muss gewechselt werden.

Die Abschlussjahrgänge mit rund 280.000 Schülern an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien können auch in voller Klassen- oder Kursstärke unterrichtet werden. Die Jahrgänge von Klasse 5 bis 9 oder 10 bleiben weiter im Distanzunterricht, lernen also von zu Hause. Elternverbände kritisierten dies als ungerecht.

Die Maskenpflicht in den Schulen wird verschärft. Überall im Schulgebäude muss nun grundsätzlich eine medizinische Maske (OP-, FFP2- oder KN95-Masken) getragen werden. Schüler bis zur Klasse 8 können eine Alltagsmaske tragen, wenn eine medizinische nicht passt. Die Maske muss auch von Grundschülern am Platz getragen werden.

Die Kurse zum Ausgleich von pandemiebedingten Bildungsnachteilen sind ebenso wieder zulässig wie schulnahe Angebote für Kinder und Jugendliche in Flüchtlingseinrichtungen.

In zehn Bundesländern wird der Schulbetrieb am Montag wieder aufgenommen. Angesichts der auch bundesweit wieder steigenden Corona-Inzidenzwerte befürchten Experten, dass Deutschland eine dritte Corona-Welle bevorstehen könnte.

Ab Montag können in NRW alle Kinder wieder in die Kitas und die Tagespflege kommen. Allerdings bleibt es zunächst bei einem landesweit pauschal um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot und festen Gruppen. Die Landesregierung spricht von einem „eingeschränkten Regelbetrieb“. Bisher hatte die Landesregierung die Eltern aufgerufen, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen.

Freizeitsport:

Von Montag an sind Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben. Sporthallen und Schwimmbäder bleiben hingegen geschlossen.

Musikschulen:

In Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden - allerdings nur für Kinder bis zum Grundschulalter.

Hundeschulen:

Auch Hundeschulen dürfen unter besonders scharfen Abstands-Regeln ab Montag wieder einzelne Veranstaltungen im Freien anbieten. Diese Regelung gilt insgesamt für Bildungsangebote im Freien.

Gartenmärkte:

Für Hobbygärtner gilt: Bau- und Gartenmärkten dürfen dann wieder Gemüsepflanzen und Saatgut (etwa Samen, Zwiebeln, Pflanzkartoffeln) sowie nötiges Zubehör verkaufen. Das übrige Sortiment der Märkte darf für die Kunden aber nicht angeboten werden. Bislang war lediglich der Verkauf von Schnittblumen und verderblichen Topfpflanzen erlaubt.

Friseure- und Fußpflege:

Auf den nächsten Haarschnitt - das war bereits bekannt - müssen die Menschen noch ein paar Tage länger warten. Ab dem 1. März dürfen Fußpflege- und Friseurdienstleistungen wieder angeboten werden. Kosmetik-, Nagel- und Tattoostudios müssen hingegen weiter geschlossen bleiben.

Die verlängerte Corona-Schutzverordnung mit diesen Neuerungen gilt zunächst bis zum 7. März.

(dpa)