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Coronavirus in NRW: Aktuelle Corona-Regeln, Infos und Maßnahmen

Kontakte, Maskenpflicht, Freizeit : Diese Corona-Regeln gelten aktuell in NRW

Der Lockdown in Nordrhein-Westfalen soll zur weiteren Eindämmung des Coronavirus ab dem 25. Januar weiter verschärft werden. Das Land NRW hat nun die neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Alle Infos und Regeln.

Am Montag, 22. Februar, treten in NRW einige Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft. Das Land lässt unter anderem Freizeitsportlern, Musikschulen und Hobbygärtnern mehr Freiräume. Ab dem 1. März dürfen außerdem die Friseursalons wieder öffnen. Alle Regeln gelten vorerst bis einschließlich 7. März.

Zuvor hatten sich Bund und Länder wegen der anhaltend hohen Neuinfektionen auf strengere Regeln zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie geeinigt. Im öffentlichen Personenverkehr, beim Einkaufen, in medizinischen Einrichtungen und in Gottesdiensten wurden zum Beispiel medizinische Masken verpflichtend. Arbeitgeber wurden dazu aufgerufen, Möglichkeiten zum Homeoffice weiter auszubauen. Die aktuellen Regeln im Überblick:

Kontakte

Im öffentlichen Raum muss grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Treffen in der Öffentlichkeit sind für die Mitglieder eines Haushaltes nur mit einem einzelnen Angehörigen eines weiteren Hausstandes gestattet, der von zu betreuenden Kindern begleitet werden darf. Auch Kinder auf Spielplätzen sind davon ausgenommen. Zwingende berufliche Zusammenkünfte bleiben ebenfalls erlaubt.

15-Kilometer-Regel

Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots ist nicht in der neuen Verordnung zu finden. Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Gesundheitsministeriums müssen die betroffenen Kreise dies in eigenen Verfügungen regeln.

Maskenpflicht

In Bussen und Bahnen, in Gottesdiensten, in Geschäften, Arztpraxen und anderen medizinischen Einrichtungen besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Darunter fallen sogenannte OP-Masken und FFP2-Masken. In anderen geschlossenen öffentlichen Räumen sind alternativ auch Alltagsmasken erlaubt. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von anderthalb Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Darüber hinaus muss auch im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu einem Geschäft eine Maske getragen werden.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt des weiteren in Ausstellungsräumen, auf Wochenmärkten, in Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen, an Haltestellen und Bahnhöfen sowie in Taxis. Von der Maskenpflicht ausgeschlossen sind nach wie vor Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, und Menschen, die aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. In diesem Fall ist die Ausnahme durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen. Wenn Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske erlaubt. Die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske gilt auch in Kindertageseinrichtungen und anderen Angeboten der Kindertagespflege und -betreuung sowie in Schulgebäuden und auf dem Gelände von Schulen.

Maskenpflicht in NRW - So trägt man eine Alltagsmaske richtig

Schulen und Hochschulen

Am Montag, 22. Februar, sollen zunächst die Grundschulen, Abschlussklassen und Förderschulen tageweise in einem Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren. Dabei gilt auf dem ganzen Schulgelände die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Schüler bis zur Klasse 8 könnten eine Alltagsmaske tragen, wenn eine medizinische nicht passt.

Kitas und Tagespflege

Die Kitas im Land NRW bieten weiterhin nur eine eingeschränkte Betreuung an - wenn irgend möglich, sollen Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen. In den Kitas werde der maximale Betreuungsumfang für jedes Kind um zehn Stunden pro Woche reduziert, kündigte Familienminister Joachim Stamp an. Gruppen sollen zudem strikt voneinander getrennt werden. Zugleich appellierte Stamp: „Je weniger Kinder in die Kitas kommen, desto einfacher ist es für die Erzieherinnen und Erzieher, den Alltag dort vor Ort zu organisieren“. Es werde in den Kitas aber keine Notbetreuung wie im Frühjahr 2020 geben, als im ersten Lockdown nur Eltern mit systemrelevanten Berufen ihre Kinder betreuen lassen konnten.

 Stamp (FDP) und Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) wollen die Kita-Beiträge für den Monat Januar erstatten. Darauf hätten sich die beiden Minister geeinigt, schrieb Stamp in einem Brief an die Kita-Eltern in NRW.

Besuche in Pflegeheimen

In Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen der Eingliederungshilfe/Behindertenhilfe bleiben die Test- und Hygieneregeln bestehen. Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Ihnen soll soweit möglich vor dem Besuch ein Schnelltest empfohlen und angeboten werden. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sollen regelmäßig getestet werden.

Einzelhandel

 Der Einzelhandel bleibt vorerst bis zum 14. Februar geschlossen. Ausnahmen sind vorgesehen für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel.

Ab dem 22. Februar gibt es eine Lockerung im Bereich der Bau- und Gartenmärkte: Diese dürfen dann wieder Gemüsepflanzen und Saatgut (etwa Samen, Zwiebeln, Pflanzkartoffeln) sowie nötiges Zubehör verkaufen. Das übrige Sortiment der Märkte darf für die Kunden aber nicht angeboten werden.

Kunden pro Quadratmeter

Bei Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern darf laut der aktuellen Coronaschutzverordnung höchstens eine Person pro zehn Quadratmetern den Laden betreten. Ist die Verkaufsfläche größer, darf sich höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche im Laden befinden. Bei Einkaufszentren wird die jeweilige Gesamtverkaufsfläche gemessen.

Gastronomie

Restaurants, Cafés und Kneipen müssen geschlossen bleiben. Erlaubt bleibt die Abholung oder Lieferung von Speisen. Auch Gastronomen in Bonn und der Region haben ihr Angebot angepasst und ermöglichen Außer-Haus-Verkauf. Weiter bleibt der Verkauf von alkoholischen Getränken zwischen 23 Uhr und 6 Uhr untersagt. Gestrichen wurde hingegen das allgemeine Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

Dienstleistungen und Kosmetik

Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen), sind untersagt. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben möglich. Ab dem 1. März dürfen auch Friseurdienstleistungen wieder angeboten werden.

Musik und Freizeit

In Musikschulen darf ab dem 22. Februar wieder Einzelunterricht erteilt werden - allerdings nur für Kinder bis zum Grundschulalter. Auch Hundeschulen dürfen unter besonders scharfen Abstands-Regeln ab Montag wieder Veranstaltungen im Freien anbieten. Diese Regelung gilt insgesamt für Bildungsangebote im Freien.

Sport

Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist wie im Frühjahr auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Zulässig bleibt damit nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der freien Natur. Auch Angebote des Rehabilitationssports seien in der aktuellen Infektionslage nicht mehr vertretbar, hieß es seitens der Landesregierung. Von Montag, 22. Februar, an sind Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien allerdings wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben.

Freizeitangebote

Der Betrieb von Schwimmbädern, Saunen, Thermen, Freizeitparks, Indoor-Spielplätzen, Spielhallen, Spielbanken, Clubs und Diskotheken ist bis zum 14. Februar untersagt. Mit Blick auf die Skisaison gilt: Der Betrieb von Skiliften ist als Einrichtungen für Freizeitaktivitäten derzeit unzulässig.

Gottesdienste

Gottesdienste müssen bei den zuständigen Behörden angemeldet werden, wenn Besucherzahlen zu erwarten sind, die zur Auslastung der Kapazitäten führen können. Gottesdienste sowie die Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften sind nur erlaubt, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt und die medizinische Maskenpflicht auch am Platz eingehalten wird. Die Gottesdienstbesucher dürfen nicht singen. Kirchen und Glaubensgemeinschaften müssen die Kontaktdaten der Besucher erfassen.

Versammlungen

Grundsätzlich sind alle Veranstaltungen bis zum 14. Februar 2021 untersagt. Ausnahmen gelten für rechtlich vorgesehene Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften, Parteien oder Vereine, Beerdigungen und Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz. Hier sind besondere Vorkehrungen zu treffen.

Kultur

Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, Kinos und anderen öffentlichen oder privaten Kultur-Einrichtungen sowie der Betrieb von Museen, Kunstaus-stellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sind weiterhin verboten. Der zur Berufsausübung zählende Probebetrieb sowie zur Berufsausübung zählende Konzerte und Aufführungen ohne Publikum zur Aufzeichnung oder Übertragung in Fernsehen, Radio und Internet sind weiterhin zulässig. Der Betrieb von Autokinos, Autotheatern und ähnlichen Einrichtungen ist zulässig, wenn der Abstand zwischen den Fahrzeugen mindestens 1,5 Meter beträgt. Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 14. Februar 2021 untersagt.

Hotels und Beherbergungsverbot

Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken bleiben untersagt. Auch Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind untersagt. Damit bleiben nur beruflich veranlasste Übernachtungen zulässig.

(ga)