Kommentar zur Europawahl Ein Tiefschlag für die Ampel

Meinung | Berlin · Die vor den Wahlen spürbaren Trends sind bei der Europawahl deutlicher ausgefallen als zumindest von Teilen der Ampel-Anhänger befürchtet. Das hat Auswirkungen nicht nur auf die Stimmung und den Bestand der Koalition. Es hat auch Konsequenzen für Brüssel.

 Ricarda Lang (r), Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gehen bei der Wahlparty der Grünen in der Columbiahalle, nachdem die ersten Hochrechnungen bekannt gegeben wurden, von der Bühne.

Ricarda Lang (r), Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, gehen bei der Wahlparty der Grünen in der Columbiahalle, nachdem die ersten Hochrechnungen bekannt gegeben wurden, von der Bühne.

Foto: dpa/Christoph Soeder

Eine Klatsche hatten die Ampelparteien bei diesem bundesweiten Stimmungstest namens Europawahlen schon eingepreist. Es wurde ein Tiefschlag. Alle drei Koalitionsparteien zusammen liegen nur noch ganz knapp vor der Union alleine. Die Kanzlerpartei bringt nicht einmal mehr halb so viele Wähler zusammen wie die größte Oppositionspartei. Was das mit dem Nervenkostüm der Koalitionäre macht, lässt sich erahnen. Die Wahrscheinlichkeit von Kurzschlussreaktionen ist durch diese Wahlen extrem gewachsen. Vor allem die Grünen haben nicht nur Federn gelassen, sie stehen regelrecht gerupft auf der Regierungslichtung.