Kommentar zu Deutschlandfahnen während der EM Flagge zeigen erwünscht

Meinung · Trikot tragen, Fähnchen schwingen, Hymne singen: Schwarz-rot-goldene Bekenntnisse für Deutschland waren selten so schwierig wie bei der EM. Dabei ist Patriotismus in diesen Zeiten wichtig – als Zeichen der Demokratie. Doch es gibt auch Grenzen, meint unsere Autorin.

 Flagge zeigen erwünscht, meint unsere Autorin.

Flagge zeigen erwünscht, meint unsere Autorin.

Foto: picture alliance / Michael Reich/Michael Reichel

Zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland kommt kaum jemand mehr an ihnen vorbei. Schwarz-rot-goldene Kreationen lauern überall, allerdings nicht in den Massen wie bei vorherigen Turnieren. Dahinter könnte eine Zurückhaltung stecken, die von mulmigen Gefühlen bis hin zu offenem Streit gespeist wird. Es geht im Kern um eine Debatte, die sich längst von sportlichen Ereignissen auf politische ausgeweitet hat und die in der einigermaßen bizarren Frage gipfelt: Bin ich ein Nazi, wenn ich die Deutschlandflagge hisse? Einige linke Sportkneipen riefen im Vorfeld der EM dazu auf, Deutschlandflaggen zu Hause zu lassen. Begründung: die von Deutschland unterstützte Grenzpolitik der EU.