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Impfung: Laumann wettert gegen Bürgermeister von Hennef Mario Dahm

Kritik an Impfung : NRW-Gesundheitsminister wettert gegen Hennefs Bürgermeister

Die Impfung von Hennefs Bürgermeister Mario Dahm sorgte für viele Diskussionen. Im Landtag hat sich nun auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Vordrängler beim Impfen vorgeknöpft - und Dahm dabei explizit genannt.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte scharfe Kritik an Voreiligen, die sich in der Impfkette vorgedrängt und nicht an die Vorgaben gehalten hätten. „Da gibt es einmal dieses Prachtexemplar eines Bürgermeisters in Hennef“, wetterte der Gesundheitsminister am Mittwoch bei einer Aktuellen Stunde im NRW-Landtag. „Da gibt es aber auch Krankenhäuser, die das gesamte Personal geimpft haben, obwohl das nicht der Priorisierung entspricht und eigentlich unsolidarisch ist.“

Der 31 Jahre alte Bürgermeister von Hennef, Mario Dahm (SPD), hatte sich bereits gegen Corona impfen lassen. Wie die Lage zu kontrollieren wäre, wenn der knappe Stoff auch noch aus den Impfzentren herauskomme, sei ihm „ziemlich schleierhaft“, bekannte Laumann. Wahr sei auch, dass es Kreise gebe, die sich gar nichts einfallen ließen, wie alte Leute zum Impfzentrum kommen. „Da gibt es auch eine kommunale Verantwortung.“

Neben dem Hennefer Bürgermeister hat sich im Rhein-Sieg-Kreis auch bereits Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt gegen das Coronavirus impfen lassen. Viele Bürger konnten nicht nachvollziehen, warum Schmidt sowie weitere Bürger im Rathaus bereits geimpft worden sind. Die Beteiligten haben nun dargestellt, wie die Impfung am 2. Januar abgelaufen ist und wie es dazu kam.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte in einer Mitteilung: „Heute bleibt folgenlos, wenn sich noch nicht Impfberechtigte eine Injektion besorgen“. Erschlichene Impfungen seien unter Strafe zu stellen, forderte Vorstand Eugen Brysch. Dafür müsse der Bundesgesundheitsminister sofort sorgen.

(dpa/ga)