Störung von GPS-Signalen Könnte Russland die Satelliten-Navigation in Bonn beeinflussen?

Bonn · Russland wird vorgeworfen, GPS-Signale zu stören, beispielsweise im Flugverkehr. Aber stimmt das überhaupt? Und wäre dies auch in Bonn und der Region möglich? Experten aus der Region klären auf.

 Die künstlerische Darstellung zeigt einen GIOVE-A-Satelliten, der als erster Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo im Dezember 2005 gestartet ist.

Die künstlerische Darstellung zeigt einen GIOVE-A-Satelliten, der als erster Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo im Dezember 2005 gestartet ist.

Foto: picture alliance / dpa/Esa

Wer sich die Karte unter dem Link gpsjam.org anschaut, kann schon auf den ersten Blick bestimmte Regionen ausmachen, in denen sich die roten Punkte besonders häufen. Sie sollen zeigen, wo auf der Welt GPS-Signale besonders stark gestört werden. Über Deutschland und großen Teilen Europas ist kein einziger roter Punkt zu sehen – alles grün. Doch ganz im Osten Europas an der Grenze zu Russland sieht das schon anders aus: Gerade im baltischen Raum häufen sich die roten Flecken – hier scheinen besonders viele GPS-Signale gestört zu werden. Der Vorwurf wiegt schwer: Russland greift in GPS-Systeme ein, berichteten unter anderem die britischen Zeitungen „Times“ und „Guardian“. Doch stimmt das überhaupt? Welche Folgen hätte dies? Und wären auch Störungen in Bonn und der Region denkbar? Die wichtigsten Fragen und Antworten.