Kommentar zu Laumanns Streichliste Die Klinikreform in NRW ist klug eingefädelt

Meinung | Düsseldorf · NRW-Gesundheitsminister Laumann legt die Streichliste für Behandlungen von Hüftgelenk bis Schlaganfall vor. Kleine Häuser, aber auch Unikliniken sollen Aufträge verlieren. Das soll die Qualität erhöhen. Warum es dafür grundsätzliche Zustimmung gibt, kommentiert unsere Autorin.

 NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat für NRW eine eigene Klinikreform geplant.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat für NRW eine eigene Klinikreform geplant.

Foto: dpa/Carsten Koall

Der Umbau der Krankenhaus-Landschaft wird kein Spaziergang, weder für Patienten, noch für Ärzte und Häuser. Zu groß sind die Probleme auch in NRW: Es gibt zu viele Kliniken, die bei bestimmten Eingriffen zu wenig Routine haben. Es gibt zu wenig Personal und zu viele rote Zahlen. Nun hat Karl-Josef Laumann seine Streichliste vorgelegt – und die hat es in sich. Viele Häuser, auch Unikliniken, müssen sich auf Schließungen von Bereichen einstellen. Für Patienten kann das bedeuten, dass sie längere Wege in Kauf nehmen müssen. Andererseits soll die Qualität durch Konzentration des Personals besser werden, erfahrene Ärzte operieren besser als unerfahrene. Mehr als 20 Autominuten soll keine Klinik entfernt sein.