Kommentar zu CDU-Chef Friedrich Merz Das Problem sitzt an der Parteispitze

Meinung | Bonn · Das Verhalten führender Parteikollegen macht deutlich, wie wenig fest Friedrich Merz als CDU-Vorsitzender im Sattel sitzt. Eigentlich sind die Voraussetzungen für eine Rückkehr der Union an die Macht günstig, doch bei den Wählern kommt Merz nicht gut an, kommentiert Helge Matthiesen.

Friedrich Merz, CDU-Bundesvorsitzender, will vom Parteitag das Signal senden, dass seine Partei nach dem Desaster von 2021 wieder regierungsfähig ist.

Friedrich Merz, CDU-Bundesvorsitzender, will vom Parteitag das Signal senden, dass seine Partei nach dem Desaster von 2021 wieder regierungsfähig ist.

Foto: dpa/Hannes P Albert

Sehr oft gibt sich die CDU kein neues Grundsatzprogramm. Friedrich Merz will mit diesem Schritt die Neuorientierung nach der Ära Merkel abschließen und die Voraussetzungen für die Rückkehr an die Macht schaffen. Eigentlich sind die Voraussetzungen dafür günstig. Aber dennoch sind die Umfragen mäßig. Gleich zwei namhafte Institute bescheinigen der CDU ein Merz-Problem. Der komme bei den Wählern nicht überall gut an. Ganz so konservativ, wie er die Christdemokraten aufstellt, möchten sie es offenbar nicht haben.