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CDU-Chef: Laschet: Neues Schuljahr ohne Masken bei niedriger Inzidenz

CDU-Chef : Laschet: Neues Schuljahr ohne Masken bei niedriger Inzidenz

Müssen Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr keine Schutzmasken mehr tragen? Das ist zumindest der Vorschlag von CDU-Chef Armin Laschet. Und auch den Bundesliga-Fans macht er Hoffnung.

Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, ist für ein Ende der Maskenpflicht im neuen Schuljahr, falls die Corona-Inzidenzwerte niedrig bleiben.

„Nach den Ferien beobachten wir die Situation der Reiserückkehrer, und wenn wir das in den Griff bekommen, dass die Inzidenzen nicht besonders hoch sind, dann kann man auch die Masken im Unterricht wieder ablegen“, sagte der NRW-Ministerpräsident im WDR. „Das Hauptziel muss sein: Man darf nicht als erstes wieder die Schulen schließen.“

Mit stabilen Inzidenzen auf dem jetzigen Niveau könne er sich auch einen Start der nächsten Fußball-Bundesliga-Saison mit Zuschauern ähnlich wie bei der Europameisterschaft vorstellen, sagte der Ministerpräsident. Auf Fragen nach einer möglichen neuen Pandemie-Welle im kommenden Herbst wies Laschet vor allem auf die laufenden Impfungen hin. Wenn im Herbst 80 Prozent der Bevölkerung geimpft seien, sei die Situation völlig anders als im vergangenen Jahr.

Warnung vor neuen Varianten

Laschet hat vor Leichtfertigkeit angesichts der sinkenden Zahl der Corona-Neuinfektionen gewarnt. Das Impftempo sei zwar ermutigend. „Trotzdem gibt es keinen Grund zum Übermut“, sagte er. „Neue gefährliche Varianten können uns sehr schnell wieder mit steigenden Infektionszahlen konfrontieren“, so Laschet. „Und wir müssen den ganzen Tag hoffen, dass keine Variante entsteht, gegen die der Impfstoff nicht wirkt und dass wir wieder von vorne anfangen müssen.“

Das Coronavirus wird die Menschen nach Worten Laschets weiter begleiten. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben, auch wenn die Schrecken der Pandemie einmal verblasst sein werden.“

„Grundrechtseingriffe zurücknehmen, wenn Zahlen sinken“

Der Kanzlerkandidat der Union verteidigte seinen Grundsatz, dass Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden müssten, wenn die Infektionszahlen sinken und Maßnahmen ausgeweitet werden, wenn die Zahlen steigen. In der Debatte um den richtigen Weg im Kampf gegen Corona hätten sich auch Gräben innerhalb von Familien und Freundeskreisen aufgetan. „Wir müssen versuchen, diese Gräben wieder zu schließen“, sagte er.

Corona sei eine Zäsur, die eine „scharfe Trennlinie zwischen einer Zeit davor und einer Zeit danach“ gezogen habe, so der CDU-Bundesvorsitzende. „Erst rückblickend werden wir das ganze Ausmaß dieser Zäsur einmal wirklich ermessen können.“

© dpa-infocom, dpa:210630-99-201525/4

(dpa)