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Kommentar zum Feuer in Siegburg: Lebensretter brauchen mehr Ausrüstung und Unterstützung

Kommentar zum Feuer in Siegburg : Lebensretter brauchen mehr Ausrüstung und Unterstützung

Der Brand in Siegburg hat gezeigt, wie gut und schnell die Feuerwehr hierzulande arbeitet - aber auch, welche Gefahren in Zukunft drohen, sagt GA-Chefredakteur Helge Matthiesen.

Das Großfeuer in Siegburg wirft ein Schlaglicht auf die aktuelle Gefahrenlage und die Situation der Feuerwehren in Deutschland. Es ist ein sehr heißer Tag, der Wind weht böig, Gras und Gestrüpp sind vollkommen ausgetrocknet.

Diese Mischung ist brandgefährlich, denn schon ein Funken genügt, und das Feuer explodiert über den Staub und die verdorrten Zweige. Die Feuerwehren aus der Region haben so rasch und so gut gehandelt, wie es nur irgend möglich war. Sie haben Schlimmeres verhindert – unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit.

Es gilt festzuhalten, dass dieses Risiko derzeit überall besteht und dass vermutlich keine Feuerwehr in der Lage wäre, die Situation rasch und ohne Probleme in den Griff zu bekommen. Deutschland muss sich deshalb endlich auf die Gefahren sehr trockener Sommer einstellen und das entsprechende Gerät dafür anschaffen: Löschflugzeuge oder -hubschrauber, Schutzkleidung – was immer sonst nötig ist, um große Feuer in der Natur zu bekämpfen.

Auch die komplexen Anforderungsregeln gilt es infrage zu stellen. Wenn ein Flächenbrand tobt, geht es um Sekunden. Wichtig ist außerdem die Ausbildung der Wehren. Es sind oft die kleinen Freiwilligen Feuerwehren, die zuerst am Brandort sind.

Kein Helfer sollte mit seinem eigenen Leben spielen müssen. Beispiele für verletzte und getötete Feuerwehrleute gibt es zuhauf. Niemand kann das verantworten. Auch wenn Deutschland dieses Gerät nicht in jedem Jahr benötigen wird: Die Nachbarn in Europa freuen sich, wenn sie im Notfall Unterstützung bekommen.