Leben am Tagebau So ist mittlerweile die Lage in Lützerath

Serie | Erkelenz · Lützerath war in den vergangenen Monaten ein Symbolort für mehr Klimaschutz. Doch die Proteste der Klimaaktivisten konnten den Abriss nicht verhindern. Wie ist die Lage vor Ort? Und was passiert, wenn ein Dorf abgerissen wird?

Die Häuser von Lützerath sind schon kurz nach der Räumung des Ortes abgerissen worden

Die Häuser von Lützerath sind schon kurz nach der Räumung des Ortes abgerissen worden

Foto: dpa/Roberto Pfeil

Auf dem Navigationssystem leuchtet der Ortsname „Lützerath“ auf: Ein paar Straßen und Gebäude sind auf der Karte zu sehen. Das Navi zeigt eine Route an, die über einen Feldweg führt. In den vielen Löchern auf dem Pfad hat sich Wasser gesammelt, mit dem Auto geht es nur langsam voran. Die Lichter des Baggers, der im Tagebau Garzweiler gräbt, strahlen in der Dämmerung. Doch als Lützerath auf dem Navi nur noch etwa 250 Meter entfernt liegt, ist plötzlich Schluss: Eine Schranke versperrt den Weg, rechts und links von ihr hindern Erdwälle Menschen daran, weiterzugehen. Die Straßen und Gebäude, die das Navi anzeigt, sind nicht zu erkennen. Und das liegt nicht an der Entfernung. Lützerath existiert schlicht nicht mehr. Nur das Navi hat das noch nicht gelernt.