Kommentar zum Wohnungsbau Bei Wohnungsmangel gerät der soziale Frieden in Gefahr

Meinung · Die Bundesregierung hat ihr selbst gestecktes Ziel vom 400.000 neuen Wohnungen im vergangenen Jahr deutlich verfehlt. Viel Anlass zur Hoffnung auf eine Verbesserung besteht nicht – im Gegenteil, meint unser Autor.

 Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) auf einer Baustelle.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) auf einer Baustelle.

Foto: dpa/Robert Michael

Bauministerin Klara Gey­witz (SPD) ist nicht gerade dafür bekannt, sich in den Vordergrund zu drängen oder wie andere Kabinettskollegen reihenweise Videos auf Internetplattformen hochzuladen. Sie will lieber als eine Politikerin gesehen werden, die effizient und wirksam Probleme löst. Doch diese gibt es in ihrem Zuständigkeitsbereich nach wie vor sehr viele, und durchschlagende Erfolge blieben zuletzt die Ausnahme. Die neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Wohnungsbau für das vergangene Jahr zeigen das. Mit 295.000 statt den einst angepeilten 400.000 neuen Wohnungen ist das Ziel der Bundesregierung wieder einmal deutlich verfehlt worden.