Kommentar zu Macrons Besuch in Deutschland Nicht auf einer Linie

Meinung | Berlin · Der französische Präsident Emmanuel Macron hat mit seiner Rede am Montagabend charmant und leidenschaftlich Begeisterung für Europa erzeugt. Damit unterscheidet er sich von Bundeskanzler Olaf Scholz. Doch in der Unterschiedlichkeit der beiden könnte auch eine Stärke liegen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (r, SPD) und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, gehen durch den Garten von Schloss Meseberg, dem Gästehauses der Bundesregierung, zum Deutsch-Französischen Ministerrat.

Bundeskanzler Olaf Scholz (r, SPD) und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, gehen durch den Garten von Schloss Meseberg, dem Gästehauses der Bundesregierung, zum Deutsch-Französischen Ministerrat.

Foto: dpa/Ebrahim Noroozi

Emmanuel Macron hat es geschafft, während seines Staatsbesuchs in Deutschland Begeisterung für Europa auszulösen. Dass er seine Dresdner Rede, die in weiten Teilen seiner Ruckrede an der Pariser Universität Sorbonne Ende April glich, mit reichlich Pathos auflud – geschenkt. Vielleicht hat es ja geholfen, Menschen für die Europawahl zu mobilisieren und ihnen zu verdeutlichen, welchen Wert sie mit diesem freien, demokratischen, wohlhabenden Europa haben.