Verkehr Niedersachsens Innenminister will 1000 Euro Strafe für Raser

Osnabrück · Extreme Raser und andere Verkehrssünder sollten nach dem Willen von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) künftig deutlich kräftiger als bisher zur Kasse gebeten werden.

 Mobile Radaranlage im niedersächsischen Ebergötzen.

Mobile Radaranlage im niedersächsischen Ebergötzen.

Foto: Swen Pförtner/Illustration

"Wer 20, 30 oder noch mehr km/h zu schnell fährt, muss eine Strafe zahlen, die im Bereich von 1000 Euro liegt", sagte er in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch wer Mindestabstände nicht einhalte oder bei Unfällen auf der Autobahn keine Rettungsgasse bilde, solle wesentlich höhere Bußgelder zahlen.

Einen entsprechenden Antrag will Niedersachsen auf der am Mittwoch beginnenden Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern im Saarland einbringen. Damit Geringverdiener nicht über Gebühr belastet werden, wäre laut Pistorius eine Staffelung der Bußgelder nach dem Einkommen denkbar. Eine Strafe müsse Delinquenten "bis ins Mark" treffen. Strafzahlungen für Verstöße in Baustellenbereichen sollten automatisch verdoppelt werden. "Gleichzeitig müssen wir viel schneller zu Fahrverboten kommen", zitiert das Blatt den Minister.

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