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NRW-Sonntagsfrage: Grüne liegen mit 31,1 Prozent vor CDU

Umfrage zur Landtagswahl : Grüne überholen CDU und liegen in NRW-Sonntagsfrage nun vorne

Wäre am Sonntag Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, würden die Grünen als stärkste Kraft in den Landtag einziehen. Aktuell liegen sie vor der CDU. Die Partei von Ministerpräsident Armin Laschet verliert derweil weiter an Zustimmung.

Wenn am Sonntag Landtagswahl in NRW wäre, dürften sich die Grünen freuen: Sie würden als stärkste Kraft in den Landtag in Düsseldorf einziehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag unserer Redaktion.

Demzufolge erzielten die Grünen aktuell 31,1 Prozent der Wählerstimmen. Die CDU landete mit 26,1 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von der SPD (18,8 Prozent). Auch FDP (9,2 Prozent) und AfD (6,4 Prozent) würden den Sprung in den Landtag schaffen, nicht aber die Linke (2,9 Prozent).

Aufgrund der Fehlertoleranz sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu betrachten. Sie sind eine Momentaufnahme, der Trend scheint jedoch klar. Auch in bundesweiten Umfragen lagen die Grünen zuletzt knapp vor den Unionsparteien.

Streit um Kanzlerkandidatur der Union dürfte zu CDU-Abschwung beigetragen haben

Zum Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2017 zog die CDU mit 33,0 Prozent als stärkste Kraft in den Landtag ein, dicht gefolgt von der SPD (31,2 Prozent). Die Grünen kamen damals auf gerade einmal 6,4 Prozent und schafften damit relativ knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Seitdem bewegt sich die Zustimmungskurve der Grünen jedoch fast ungebremst nach oben. Bereits Anfang April haben die Grünen die CDU in den Umfragewerten überholt und sind damit erstmals stärkste Kraft. Seit Jahresanfang verzeichneten die Grünen einen Zuwachs von 10,3 Prozentpunkten, die CDU verlor 6,1 Prozentpunkte. Zum Abschwung der CDU-Werte dürfte der unionsinterne Streit zwischen CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Vorsitzendem Markus Söder um die Kanzlerkandidatur maßgeblich beigetragen haben.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der nordrhein-westfälischen Bevölkerung gewichtet. Für die Fragen wurden im Zeitraum vom 26.3.21 bis 23.4.21 die Antworten von jeweils 4007 Teilnehmern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,7 Prozent.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.