NSU-Prozess zehrt an Nerven der Angehörigen

München · Bei den Angehörigen von NSU-Mordopfern, die zum Prozessbeginn in München nicht in den Gerichtssaal gekommen sind, liegen die Nerven blank.

 Eine Demonstrantin hält vor dem Gerichtsgebäude in München ein Foto des ersten NSU-Mordopfers Enver Simsek in die Höhe.

Eine Demonstrantin hält vor dem Gerichtsgebäude in München ein Foto des ersten NSU-Mordopfers Enver Simsek in die Höhe.

Foto: dpa

"Mir geht es nicht gut", sagte Fatih Demirtas, Ehemann von Semiya Simsek, deren Vater das erste Mordopfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" war. "Ich bin mit den Gedanken die ganze Zeit im Prozess", sagte Demirtas. Er bedauert, dass es für ihn keine Möglichkeit gab, in den Saal zu kommen.

Seine schwangere Frau Semiya Simsek ist im Gerichtssaal. "Sie will wissen und fragen, warum es gerade ihre Familie traf." Das Paar lebt in der Türkei.

Die rechtsextreme NSU-Terrorzelle soll neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer sowie eine Polizistin ermordet haben.

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