Kommentar zum Rücktritt der Ministerpräsidentin Die Flutkatastrophe hat Malu Dreyers Amtszeit schwer belastet

Meinung | Mainz · Mit viel Empathie ist Malu Dreyer über Jahre als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz aufgetreten und war dadurch in der Bevölkerung beliebt. Ihr Umgang mit der Flutkatastrophe ist allerdings ein schwerer Makel ihrer Amtszeit, meint unser Autor.

 Malu Dreyer tritt von ihrem Amt als rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin zurück.

Malu Dreyer tritt von ihrem Amt als rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin zurück.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die rheinland-pfälzische SPD beweist erneut Gespür, wann und in welcher Form ein Wechsel an der Spitze von Landesregierung und Landes-SPD sinnvoll ist, um das Heft des Handelns zu behalten und trotz des miserablen Kommunal- und Europawahlergebnisses auch nach der Landtagswahl 2026 in Mainz regieren zu können. Wie beim Übergang von Kurt Beck zu Malu Dreyer und Roger Lewentz 2012/13 erhalten jetzt auch Alexander Schweitzer und Sabine Bätzing-Lichtenthäler genug Zeit, um bis zur Wahl Profil zu gewinnen.