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Schulstart in NRW: Lehrerverband für Maskenpflicht an NRW-Schulen

Schulstart am 12. August : Lehrerverband und Kutschaty für Maskenpflicht an NRW-Schulen

In der Debatte um eine Maskenpflicht an den Schulen hat sich der Nordrhein-Westfälische Lehrerverband (NRWL) für eine Pflicht außerhalb des Unterrichts ausgesprochen.

„Im Unterricht ist das Tragen einfach nicht darstellbar“, sagte NRWL-Präsident Andreas Bartsch der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). „Aber sobald die Schüler die Klasse verlassen, sollten sie vom Land dazu verpflichtet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“ Auf den Gängen könne es sich knubbeln, dann würden oft die Abstände nicht eingehalten. Auf den Schulhöfen könne wegen der Frischluft darauf verzichtet werden, betonte er.

Bartsch forderte zudem vom NRW-Schulministerium klare Vorgaben zum Umgang mit einem positiven Corona-Test bei einem Lehrer. Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben, kritisierte er. „Außerdem fehlt immer noch ein Plan dafür, wie eine Mischform des Unterrichts mit Präsenz- und Fernveranstaltungen aussehen soll“, sagte er der Zeitung. Das gelte ebenso für einen kompletten Lockdown.

Zuvor hatte sich auch der SPD-Politiker Thomas Kutschaty im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag) für eine Maskenpflicht zum Schulstart am 12. August ausgesprochen. „Gerade für die ersten Wochen ist die Maskenpflicht an allen Schulen sinnvoll“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag. Weil viele Menschen auf engstem Raum zusammenkämen, berge der Neustart nach den Ferien Risiken.

„Durch die Reiserückkehrer wird das Risiko noch einmal gesteigert“, sagte Kutschaty dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Wenn wir jetzt nicht aufpassen, müssen wir die Schulen schnell wieder schließen.“ Mit einer anderen Corona-Teststrategie sei keine Maskenpflicht nötig. So schlug er etwa eine Testung von Schülerinnen und Schülern mit mobilen Teams vor.

(epd)