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Bundestagswahl 2017: So bereitet sich Bonn auf die Wahl vor

Bundestagswahl 2017 : So bereitet sich Bonn auf die Wahl vor

Die Unterlagen zur Briefwahl können noch bis Freitag um 18 Uhr beantragt werden. Am Sonntag werden dann 177 Wahlräume geöffnet. Die wichtigsten Hinweise zur Wahl.

Die Stadt Bonn fühlt sich für die Bundestagswahl gerüstet. Während in Städten wie Köln, Hamburg und Dortmund, aber auch einigen Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises bis zuletzt händeringend Wahlhelfer gesucht werden, haben sich in Bonn genügend Freiwillige gemeldet, sagt Stefanie Zießnitz vom städtischen Presseamt.

Die 2100 Helfer werden gerade geschult. Bonn hat mit zehn weiteren NRW-Großstädten eine Online-Lernplattform erarbeitet. Dazu gehört ein Schulungsfilm. Rund 60 Prozent der Wahlhelfer sind städtische Angestellte. Sie bekommen für ihren Einsatz einen Tag Urlaub oder entsprechend Überstunden gutgeschrieben, so Zießnitz. Alle Helfer erhalten das „Erfrischungsgeld“. Die Aufwandsentschädigung dient der Verpflegung über den Tag sowie der Hin- und Rückfahrt.

Bonner haben bereits mehr als 60.000 Briefwahlanträge gestellt. Vor vier Jahren oder bei der NRW-Landtagswahl im Mai waren es lediglich 50.000. Auch in den Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises deuten die vorliegenden Anträge auf neue Briefwahlrekorde hin. Noch bis Freitag um 18 Uhr können die Briefwahlunterlagen beantragt werden. Das Wahlamt empfiehlt, Briefwahlanträge jetzt nur noch persönlich im zuständigen Wahlbüro im jeweiligen Stadtbezirk zu stellen, weil die Zeit für den Postweg knapp werden könnte.

Wer Briefwahlunterlagen beantragt, aber nicht erhalten hat, kann noch bis Samstagmittag um 12 Uhr Ersatzunterlagen in den Wahlbüros bekommen. Die Briefwahlunterlagen werden nur dem Antragsteller persönlich ausgehändigt. Wer seine Briefwahlunterlagen in Empfang nimmt, kann sie direkt im Wahlbüro ausfüllen und abgeben. Ist der Antragsteller aber zum Beispiel nachweislich plötzlich erkrankt, können die Unterlagen nach Bundeswahlordnung gegen Vollmacht an Dritte ausgegeben werden.

Wahllokale heißen jetzt Wahlräume

Alle Wahlbriefe müssen bis zum Wahltag, spätestens um 18 Uhr, bei der Wahlbehörde im Stadthaus, Berliner Platz 2, eingegangen sein, um noch mitgezählt zu werden. Die Wahlbriefe können in den Nachtbriefkasten am Stadthaus eingeworfen oder zu den Öffnungszeiten an der Information im Stadthaus abgegeben werden. Was nicht geht: Es können keine Briefwahlunterlagen am Sonntag in den Wahllokalen abgegeben werden.

Was früher Wahllokal hieß, heißt jetzt Wahlraum. 177 Wahlräume öffnen am Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Die Adresse ist auf der Wahlbenachrichtigung angegeben. „Wir empfehlen, sich auf jeden Fall noch mal zu vergewissern, wo der richtige Wahlraum ist, da einige Gebiete neu zugeschnitten wurden“, sagt Stadt-Sprecherin Zießnitz. In Vorjahren gab es auf Bonner Stadtgebiet 188 Wahllokale. Wer die Benachrichtigung nicht mehr findet, kann auf der Seite www.bonn.de/@wahlraum nachschauen. Nach Eingabe der Anschrift wird der richtige Wahlraum angezeigt, in dem am Sonntag gewählt werden kann.

Eine Änderung gibt es beispielsweise in Holtorf. Dort wird im Pfarrsaal der Sankt Antonius Kirchengemeinde gewählt und nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr, wie ursprünglich in der Wahlbenachrichtigung angegeben. Ein Wasserschaden konnte nicht rechtzeitig behoben werden.

Alle Ergebnisse und einen Live-Ticker mit Nachrichten gibt es am Sonntag unter www.ga.de.