Kommentar zum Veteranentag Bekenntnis zur Truppe

Berlin. · Deutschland soll einen Veteranentag bekommen – auch um Soldatinnen und Soldaten für ihren Dienst zu danken. SPD, Grüne, FDP und CDU unterstützen den Vorschlag.

  Das deutsche Team wird bei der Eröffnung der Invictus Games 2023 in Düsseldorf begrüßt: Kurz vor dem paralympischen Wettbewerb für kriegsversehrte Sportler nahm die Debatte um einen Veteranentag an Fahrt auf.

Das deutsche Team wird bei der Eröffnung der Invictus Games 2023 in Düsseldorf begrüßt: Kurz vor dem paralympischen Wettbewerb für kriegsversehrte Sportler nahm die Debatte um einen Veteranentag an Fahrt auf.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

In den USA, Großbritannien und Frankreich ist es lange Tradition. In Deutschland muss es erst noch eine werden. Aber vielleicht gehört auch das zur Zeitenwende: ein Veteranentag für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Das Thema war lange strittig. Aber am Ende haben SPD, Grüne, FDP dann doch mit den oppositionellen Unionsparteien zusammengefunden und einen gemeinsamen Antrag formuliert. Das Parlament treibt aus seiner Mitte eine Initiative an, mit der Politik wie Gesellschaft ihr Verhältnis zu den Streitkräften noch einmal neu denken müssen. Ein nationaler Veteranentag wäre auch eine Art nationales Bekenntnis zur Truppe, in der seit ihrer Gründung 1955 mehr als zehn Millionen Frauen und Männer gedient haben.