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Fragen und Antworten: Wie steht Corona-Deutschland Anfang Dezember da?

Fragen und Antworten : Wie steht Corona-Deutschland Anfang Dezember da?

Intensivbetten, FFP2-Masken und der Impfstoff: Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel sind am Dienstag erneut zusammengekommen, um über die aktuelle Corona-Lage zu diskutieren. Ein Überblick.

Seit Dienstag gelten in Deutschland die im Dezember noch einmal verschärften Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch vor einer Woche hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder sich auf eine Verlängerung des Lockdowns verständigt.

Eine Woche später kamen sie nun erneut zusammen – zu einer regulären Ministerpräsidentenkonferenz, bei der es offiziell um andere Themen ging. Doch die Bekämpfung der Corona-Pandemie bleibt im Mittelpunkt des politischen Handelns. Wo steht Deutschland Anfang Dezember? Ein Überblick:

In Großbritannien wurde der erste Impfstoff zugelassen. Wie schnell wird das in Deutschland gehen?

Großbritannien hat noch vor den USA und der EU als weltweit erstes Land den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland warnte trotz der guten Nachricht vor einer Impf-Euphorie: „Es wird etwas Zeit für die genaue Prüfung der Daten aus den Zulassungsstudien brauchen. Die Stiko wird diese Daten parallel ebenso gründlich prüfen und ihre Impfempfehlung fertigstellen. Wir sind doch alle an einer exakten Prüfung interessiert“, sagte Thomas Mertens unserer Redaktion.

Auch die US-Behörde FDA habe noch keine Zulassung erteilt – „obwohl dort früher mit der Prüfung angefangen wurde“. Mertens bekräftigte, dass sich die Impfungen bis 2022 hinziehen werden: „Wenn man täglich, also fünf Tage oder sechs Tage in der Woche, 150 000 bis 200 000 Menschen impfen kann – dann kann jeder ausrechnen, wie lange es dauern kann. Dann braucht man zum Beispiel 100 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen.“

Wie steht es um die Versorgung mit Intensivbetten?

Der Chef der Intensivmediziner-Vereinigung Divi, Uwe Janssens, hält die Situation an den deutschen Krankenhäusern aktuell für noch kontrollierbar. „Wir hoffen sehr stark, und wir sehen es in den letzten Tagen auch, dass wir in eine sehr hohe Stabilisierungsphase auf deutschen Intensivstationen eintreten“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kurz Divi, am Mittwoch. Die Zuwächse bei den Zahlen seien nicht mehr in dem Umfang da, man nähere sich allmählich einem Plateau. Wenn dies so bliebe, könnte es in 14 bis 20 Tagen einen leichten Rückgang der Belastung der Intensivstationen geben.

Wie geht es mit der versprochenen Bereitstellung von FFP2-Masken für Senioren weiter?

Noch arbeitet das Bundesgesundheitsministerium an einer entsprechenden Rechtsverordnung. Auf Anfrage unserer Redaktion hieß es von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), es gebe zu der Frage der Abgabe „intensive Gespräche“ mit dem Ministerium. Es gebe dabei noch einige organisatorische und logistische Fragen zu klären, etwa den entsprechenden Nachweis über eine Berechtigung bis hin zu der Frage, wie die Kosten der Masken abgerechnet werden. Geplant war, mit der Abgabe der Masken im Dezember zu beginnen.