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Will die Rheinische Synode Bad Neuenahr verlassen? - Tagungshotel nicht nutzbar

Tagungshotel nicht nutzbar : Will die Rheinische Synode Bad Neuenahr verlassen?

Mit den Folgen der Flutkatastrophe muss sich auch die Evangelische Kirche im Rheinland auseinandersetzen. Das Tagungshotel im traditionellen Synodenort Bad Neuenahr ist verwüstet. Jetzt müsse man überlegen, wohin man ausweicht, sagen die Verantwortlichen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland denkt offenbar darüber nach, die Tagungen ihrer stets im Januar zusammenkommenden Landessynode künftig nicht mehr in Bad Neuenahr durchzuführen. Wie Präses Thorsten Latzel am Montag sagte, sei die Frage des Ortes „im Moment offen“. Der traditionelle Synodenort Bad Neuenahr sei verwüstet, außerdem habe das dortige Tagungshotel schon vor der Flutkatastrophe durch Umbauten seine Kapazitäten verkleinert. Damit käme das Haus unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr als Tagungsort infrage.

Zudem überlegt die 2,3 Millionen Gemeindeglieder zählende Landeskirche derzeit, wie man damit umgeht, dass sich die 199 Synodalen in ihrer aktuellen Zusammensetzung pandemiebedingt noch nie persönlich getroffen haben. „Eine Synode lebt eigentlich von den Begegnungen“, sagte Latzel. „Auch ich habe manche Synodalen noch nie persönlich getroffen.“

Für das kommende Jahr sei erneut eine Synodaltagung im Januar geplant. Perspektivisch schaue man aber, zu welcher Zeit und an welchem Ort die Synode tagen könne. Die aktuelle Tagung der Landessynode findet noch bis zum Donnerstag als Online-Tagung statt. Am Montag beschäftigten sich die Kirchenparlamentarier mit dem Schwerpunktthema Seelsorge. In einem Grußwort würdigte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) die Tätigkeit der Polizeiseelsorge etwa nach dem Tod eines SEK-Beamten. Vor fünf Jahren habe er deren Arbeit unterschätzt. „Heute weiß ich, wie wertvoll das ist.“