Kommentar zu den Grundschul-Plänen in NRW Lange nicht genug

Meinung | Bonn · Viele Schulleitungen in NRW sind sauer über die neuen verbindlichen Lehrmethoden, die das Schulministerium vorschreibt – die Maßnahmen überrollen die Schulen, schreibt Sina Zehrfeld in ihrem Kommentar.

Dorothee Feller (CDU), Schulministerin, im Schulausschuss des Landtags in Nordrhein-Westfalen.

Dorothee Feller (CDU), Schulministerin, im Schulausschuss des Landtags in Nordrhein-Westfalen.

Foto: dpa/Oliver Berg

Die Neuerungen, die NRW jetzt an den Grundschulen einführt, sind einerseits lange nicht genug und andererseits zu viel auf einmal. Nicht genug, weil sie für eine umfassende Förderung der Grundkompetenzen bei Weitem nicht reichen. Das Kernstück der neuen Leseförderung, umrissen mit dem Slogan „drei mal 20 Minuten Lesezeit“, setzt an einer guten Methode an, verwässert diese aber. Im Vorbildkonzept, das in verschiedenen Bundesländern erprobt wurde, sind Lesezeiten täglich vorgesehen. Die Einführung von wissenschaftlich entwickelten Lehrmethoden und -materialien ist ein guter Ansatz.