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Kommentar zum Bundeswehr-Einsatz in Mali: Nächste Runde

Kommentar zum Bundeswehr-Einsatz in Mali : Nächste Runde

Deutschland wird auch in Zukunft dabei vertreten sein, Mali politisch zu stabilisieren. Ob das auch gelingt, ist jedoch fraglich, sagt GA-Redakteur Holger Möhle.

Mali und kein Ende. Für Teil eins der Mission, der deutschen Beteiligung an der UN-Friedenstruppe in dem ostafrikanischen Land, hat das Kabinett die Verlängerung schon auf den Weg gebracht. Nun soll auch Teil zwei des Mali-Einsatzes, die EU-Ausbildungsmission, in eine nächste Runde gehen – beides vorbehaltlich der Zustimmung des Bundestages. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat es immer wieder betont: Europa und somit auch Deutschland können nicht wegsehen, wenn auf dem Nachbarkontinent islamistische Terrorgruppen Flächenstaaten wie Mali destabilisieren.

Das ist politisch richtig, verlangt militärisch Konsequenz und trotzdem bleibt fraglich, ob der Einsatz von UN und EU eines der ärmsten Länder der Erde tatsächlich dauerhaft stabilisieren kann. Die Marschroute für den Einsatz hat sich bis heute kaum geändert: Mali soll kein zweites Afghanistan werden, also kein sicherer Hafen für Terroristen. Wie in Afghanistan arbeitet eine internationale Koalition in Mali daran, die Regierungstruppen so auszubilden, dass sie eines wohl noch fernen Tages selbst für die die Sicherheit ihres Landes sorgen können.

Der Kampf gegen den Terror bleibt zentrale Herausforderung der westlichen Staaten. Wo Terror Schrecken verbreitet, sind die Geier der Piraterie meist nicht weit. Deshalb werden deutsche Soldaten auch am Horn von Afrika weiter helfen, wichtige Handelsrouten zu schützen. Von der Leyen wird absehbar an der Notwendigkeit solcher Einsätze nicht vorbeikommen. Dann sollte abseits der Balkonreden wenigstens die Ausrüstung stimmen.