Kommentar zum Insolvenzplan für Galeria Eigentum verpflichtet

Meinung | Düsseldorf · Die Gläubiger machen den Weg frei für die Sanierung des Warenhausunternehmens. Das sind die Pläne. Ob die letzte Chance Galeria retten kann?

 Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus (l-r), Unternehmer Bernd Beetz und CEO Galeria Olivier Van den Bossche geben ein Presse-Statement nach der Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof.

Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus (l-r), Unternehmer Bernd Beetz und CEO Galeria Olivier Van den Bossche geben ein Presse-Statement nach der Gläubigerversammlung von Galeria Karstadt Kaufhof.

Foto: dpa/Fabian Strauch

Die erste Reaktion ist – mal wieder – Aufatmen. Vor allem darüber, dass zumindest vorläufig mehr als 11.000 Stellen bei Galeria gerettet werden. Die Belegschaft, die nach der erneuten Schließungswelle übrig bleibt, ist der Teil des Unternehmens, der unter den vielen Krisen am meisten gelitten und es daher am ehesten verdient hat, eine Perspektive zu bekommen. Aber gibt es die wirklich? Alles, was man bisher über das Konzept der neuen Investoren hört, klingt mehr nach Worthülsen als danach, dass Galerias Geschäftsmodell neu erfunden wird. Investor Bernd Beetz hat bei seiner Vorstellung von „operativer Exzellenz“ gesprochen, davon, dass man „Erlebniswelten kreieren“ müsse, von der „Liebe zum Warenhaus“ und von der „Seele der Innenstädte“. Nicht eine Vokabel davon war neu, und alle, die vorher schon solche Phrasen gedroschen haben, haben nicht verhindern können, dass Galeria ein Dauerpatient geblieben ist, der nie staatliche Hilfen hätte kassieren dürfen.