Lohnlücke wird nicht kleiner Gender Pay Gap verharrt bei 18 Prozent

Berlin · In drei der am niedrigsten entlohnten Berufe in Deutschland arbeiten zu drei Viertel Frauen. Zugleich ist auch noch die Teilzeitquote besonders hoch. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen bleibt so bestehen.

Frauen verdienten 2023 im Schnitt 4,46 Euro weniger pro Stunde.

Frauen verdienten 2023 im Schnitt 4,46 Euro weniger pro Stunde.

Foto: dpa-tmn/Andrea Warnecke

Berufe mit geringen Löhnen werden oftmals von Frauen ausgeübt. So arbeiten in den drei der fünf Berufe mit der niedrigsten Entlohnung zu drei Viertel Frauen. Dies geht aus einer aktuellen Datenauswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Auftrag der Linken im Bundestag hervor. Demnach waren 2022 in den Berufen „Floristik“, „Körperpflege“ und „Verkauf von Lebensmitteln“ mehr als 75 Prozent der Beschäftigten weiblich. Gleichzeitig waren die mittleren Einkommen in diesen Berufen 1400 bis 1700 Euro geringer als das durchschnittliche Einkommen aller Beschäftigten in der Gesamtwirtschaft. Zu den fünf am geringsten entlohnten Berufen gehören auch die Pferdewirtschaft und die Gastronomie. Auch hier liegt der Beschäftigungsanteil von Frauen über 50 Prozent.