Deutsche Steinzeug AG in Alfter Hätten die Länder die Insolvenz verhindern können?

Bonn · Die Insolvenz des Keramikherstellers Deutsche Steinzeug AG hätte von NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern verhindert werden können. Das wirft der Gesamtbetriebsrat den Ländern vor. Was steckt hinter diesem Vorwurf?

Die Zentrale der Deutschen Steinzeug AG in Alfter-Witterschlick. Das Unternehmen hat im Februar Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Die Zentrale der Deutschen Steinzeug AG in Alfter-Witterschlick. Das Unternehmen hat im Februar Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.

Foto: GA/Stefan Knopp

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Deutschen Steinzeug AG, Holger Pallotta-Kahlhofer, hat sich persönlich enttäuscht über die, wie er sagt, mangelnde Unterstützung der Länder für das Unternehmen gezeigt. Der Keramikhersteller, der gut 1000 Mitarbeiter an vier Standorten in Deutschland beschäftigt, hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Die Zahlungsschwierigkeiten entstanden laut Pallotta-Kahlhofer, nachdem die für einen Corona-Kredit bürgenden Länder überraschend – entgegen der Regelung des Kreditvertrages – Sondertilgungen gefordert hätten.