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Bonn - Mieten um 20 Prozent gestiegen​

Preisexplosion beim Wohnen : Mieten in Bonn um 20 Prozent gestiegen

Ähnlich wie in ganz Deutschland sind die Mietpreise in Bonn in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Grund sind auch die höheren Bauzinsen. Weitere Faktoren verschärfen den Trend.

Mieten wird immer teurer: 20 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren kostet inzwischen eine Mietwohnung in Bonn. Während Mieter im Jahr 2017 noch 8,80 Euro pro Quadratmeter zahlten, sind es in diesem Jahr schon 10,60 Euro. Damit liegt die Stadt voll im Bundestrend, wie eine Auswertung der Immobilienplattform Immowelt zeigt. Sie hat die gemittelten Angebotsmieten von Bestandswohnungen zwischen 40 und 120 Quadratmetern aus dem Jahr 2017 mit dem aktuellen Jahr verglichen. In allen betrachteten 79 Großstädten sind die Kaltmieten in den vergangenen fünf Jahren angestiegen.

Die steilste Preiskurve zeigt sich in Rostock, wo die Mieten 37 Prozent teurer geworden sind. Aber auch in der Bonner Nachbarschaft sind deutliche Preissteigerungen zu beobachten: So nahmen die Mieten in Köln um 18 Prozent zu, in Düsseldorf um 16 Prozent. Dort zahlen Mieter nun 11,80 Euro respektive 11,30 Euro pro Quadratmeter. In insgesamt 33 Städten kostet die Miete inzwischen mindestens ein Fünftel mehr.

Bauzinsen verschärfen die Nachfrage nach Mietwohnungen

Laut Immowelt hat die Pandemie den rasanten Preisanstieg in den Metropolen zunächst ausgebremst und in die kleineren Großstädte verschoben. Wegen der steigenden Bauzinsen hätten sich zuletzt mehr Menschen gegen den Kauf und für die Miete entschieden, was auch die Preise in den Metropolen wieder befeuert hat. Auch der Zuzug von ukrainischen Geflüchteten habe das Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot auf dem Mietmarkt verstärkt. Zu berücksichtigen ist bei der Auswertung, dass es sich um Angebotspreise handelt, die auf der Seite von Immowelt inseriert waren – nicht um den tatsächlich gezahlten Mietpreis.