Köln als Konkurrenz Bonn und die Region hinken beim Tourismus hinterher

Bonn · Der NRW-Tourismus hat sich 2023 weitgehend erholt. Köln profitiert stark. Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis wachsen weniger schnell. Und als Veranstaltungsort für Kongresse erwächst in Köln neue Konkurrenz.

Es kommen zwar wieder mehr Touristen in die Region Bonn/Rhein-Sieg, aber die Besucherzahlen bleiben noch hinter denen der Vor-Corona-Jahre-

Es kommen zwar wieder mehr Touristen in die Region Bonn/Rhein-Sieg, aber die Besucherzahlen bleiben noch hinter denen der Vor-Corona-Jahre-

Foto: Frank Homann

Trotz steigender Preise und wirtschaftlicher Schwierigkeiten: Der Tourismus in NRW boomt. 2023 kamen zwar mit 23,58 Millionen gezählten Ankünften noch drei Prozent weniger Gäste ins Land als im Jahr 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie. Sie blieben aber länger. So ist die Zahl der Übernachtungen verglichen mit 2022 um 17 Prozent auf 53,6 Millionen gestiegen und liegt damit sogar 0,6 Prozent über der Zahl von 2019. Damit profitiert nach Auswertungen des Statistischen Landesamtes IT NRW das Bundesland im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet überproportional von der Normalisierung im Reiseverkehr. „Nie zuvor haben unsere meldepflichtigen Beherbergungsbetriebe im Land so viele Übernachtungen generiert – und das, obwohl die wirtschaftliche Lage seit Jahren angespannt und die Konsumlaune der Menschen deutlich gebremst ist“, freut sich Heike Döll-König, Geschäftsführerin des landesweiten Marketing-Vereins Tourismus NRW. Vor allem bei Urlaubern habe NRW auf dem deutschen Markt seit der Corona-Pandemie massiv gewinnen können.