Analyse von Immowelt Wohnungspreise in Bonn steigen stärker als in Köln

Bonn · Auch wenn die Preise für Eigentumswohnungen zuletzt gesunken sind, zeigt eine Immowelt-Analyse: Im Fünf-Jahres-Vergleich sind Wohnungen in der Bundesstadt und dem Rhein-Sieg-Kreis deutlich teurer geworden. Sie toppen dabei sogar Köln.

In allen 49 Stadt- und Landkreisen in NRW aus der Immowelt-Analyse sind die Wohnungspreise in den vergangenen fünf Jahren gestiegen – auch in Bonn.

In allen 49 Stadt- und Landkreisen in NRW aus der Immowelt-Analyse sind die Wohnungspreise in den vergangenen fünf Jahren gestiegen – auch in Bonn.

Foto: Roland Kohls

Steigende Bauzinsen haben bei potenziellen Wohnungskäufern im vergangenen Jahr für Zurückhaltung gesorgt. Die Folge: Wohnungen sind plötzlich günstiger zu haben, auch in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Der jüngste Preisrückgang ändert jedoch nichts daran, dass sich Wohnungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre extrem verteuert haben. Wie eine Immowelt-Analyse der Angebotspreise für Eigentumswohnungen in 49 Stadt- und Landkreisen in NRW zeigt, sind dort im Fünf-Jahres-Vergleich überall die Preise gestiegen.

Unter den Städten an Rhein und Ruhr gehört Bonn dabei zu den Spitzenreitern. Kostete eine Wohnung dort zum 1. April 2019 noch 3039 Euro pro Quadratmeter, sind es genau fünf Jahre später 3704 Euro – eine Steigerung um 22 Prozent. Zwar ist dieser Preis 14 Prozent niedriger als zu seinem Höhepunkt im Jahr 2022, als der Quadratmeter 4321 Euro kostete (das waren gut 40 Prozent mehr als 2019). Jedoch kann beim Fünf-Jahres-Vergleich von einem grundsätzlichen Preisverfall keine Rede sein.

Köln ist teuerste Stadt überhaupt

Das Gleiche gilt für den Rhein-Sieg-Kreis. Auch dort schossen die Preise für Eigentumswohnungen innerhalb von fünf Jahren um 22 Prozent in die Höhe: von 2424 Euro auf 2948 Euro pro Quadratmeter. So wie in Bonn wurde der Spitzenwert von 3308 Euro im Jahr 2022 erreicht. Käufer im Rhein-Sieg-Kreis kommen damit im Schnitt aber immer noch günstiger weg als in Bonn.

Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis verzeichnen sogar höhere Preissteigerungen als das benachbarte Köln. Dort kosten Eigentumswohnungen zwar im Vergleich mehr, haben sich zwischen 2019 und heute aber mit einem Plus von 19 Prozent nicht so stark verteuert wie im Bonner Raum. Käufer zahlten in Köln vor fünf Jahren 3895 Euro pro Quadratmeter, inzwischen sind es 4643 Euro. Damit ist Köln die teuerste untersuchte Stadt überhaupt, auch im Vergleich zu Düsseldorf.

Am günstigsten kommen Käufer im Ruhrgebiet weg. In Gelsenkirchen etwa kostet der Quadratmeter zurzeit 1563 Euro. Hier haben sich die Preise innerhalb von fünf Jahren jedoch um mehr als 40 Prozent verteuert. Die höchsten Preissteigerungen gab es im Landkreis Heinsberg mit einem Plus von 60 Prozent (auf knapp 2000 Euro pro Quadratmeter). Für die Auswertung analysierte Immowelt die durchschnittlichen Angebotspreise von 75 Quadratmeter großen Bestandswohnungen aus den Neunzigerjahren mit drei Zimmern.

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