IHK-Podiumsdiskussion Warum die Bonner EU-Kandidaten für viele Emotionen sorgten

Bonn · Am 75. Geburtstag des Grundgesetzes diskutierten die Bonner EU-Kandidaten über ihre Pläne für die europäische Wirtschaftspolitik. Das Publikum erlebte einige Sticheleien und Kontroversen. Einig waren sich die meisten nur bei einer wichtigen Frage.

Auf dem Podium der IHK Bonn/Rhein-Sieg sprach GA-Chefredakteur Helge Matthiesen (4.v.l.) mit Hans Neuhoff (AfD), Michael Faber (Linke), Axel Voss (CDU), Alexandra Geese (Grüne), Arno Gildemeister (SPD) und Michael To Vinh (FDP) (v.l.n.r.).

Auf dem Podium der IHK Bonn/Rhein-Sieg sprach GA-Chefredakteur Helge Matthiesen (4.v.l.) mit Hans Neuhoff (AfD), Michael Faber (Linke), Axel Voss (CDU), Alexandra Geese (Grüne), Arno Gildemeister (SPD) und Michael To Vinh (FDP) (v.l.n.r.).

Foto: Benjamin Westhoff

Und dann kommt er doch noch, der Moment der Einigkeit, den sich manch einer am 75. Geburtstag des Grundgesetzes wohl besonders herbeigesehnt hat. Die knapp 80 Zuhörer halten den Atem an, als der Bonner AfD-Kandidat für die Europawahl, Hans Neuhoff, über den russischen Staatspräsidenten Putin spricht. Er sagt: „Solange Putin da ist, sehe ich keine Bedrohung aus Russland.“ Empörtes Stimmengewirr wird laut im Sitzungssaal der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg, in dem sich an diesem Donnerstagabend die Kandidaten für die Europawahl präsentieren. „Der wahre Grund des Ukraine-Kriegs ist der Versuch des Westens, die Ukraine in die eigene Einflusssphäre einzubinden.“ Der Rest von Neuhoffs Worten geht im Tumult unter.