Bonner Landgericht Erstes Urteil gegen Varengold-Bankier in Cum-ex-Verfahren

Bonn · Zum ersten Mal ist in einem Bonner Cum-ex-Verfahren ein Urteil gegen einen Bankier gefallen. Der frühere Chef der Hamburger Varengold-Bank muss drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Außerdem soll er 1,5 Millionen Euro zurückzahlen.

 Der Angeklagte Yasin Sebastian Qureshi mit seinen Anwälten Frédéric Schneider (r.) und Christian Hermanussen vor der Urteilsverkündung.

Der Angeklagte Yasin Sebastian Qureshi mit seinen Anwälten Frédéric Schneider (r.) und Christian Hermanussen vor der Urteilsverkündung.

Foto: Leif Kubik

Mit Yasin Sebastian Qureshi ist am Dienstagvormittag vor dem Bonner Landgericht zum ersten Mal ein Banker wegen seiner Beteiligung an Cum-ex-Geschäften verurteilt worden: Der frühere Chef der Hamburger Varengold-Bank muss wegen Steuerhinterziehung für drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Außerdem muss er anderthalb Millionen Euro zurückzahlen. Das ist sein Anteil am Gewinn, den er mit seinen Geschäftspartnern im Rahmen der illegalen Geschäfte rund um den Dividendenstichtag in der Saison 2011 erzielt hatte.