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GA-Telefonaktion: Fragen und Antworten: Das sagen Experten zum Ausbildungsjahr in Corona-Zeiten

GA-Telefonaktion: Fragen und Antworten : Das sagen Experten zum Ausbildungsjahr in Corona-Zeiten

In einer GA-Telefonaktion zur Lehrstellensuche stellten sich Experten den Fragen unserer Leser. Viele jungen Menschen sind wegen der Corona-Krise verunsichert. Doch Chancen für Studienabbrecher und Prüfungen gibt es trotz der Pandemie.

Vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind viele junge Menschen durch die Pandemie verunsichert. Experten von Handwerkskammer, Arbeitsagentur und Industrie- und Handelskammer stellten sich den Fragen der GA-Leser.

Mein Ausbildungsvertrag als Maler- und Lackierer läuft zum 1. Juli aus. Was mache ich, wenn meine Prüfung auf einen Zeitpunkt danach verschoben wurde und ich dann durchfalle?

Bei einer Prüfung während der Ausbildungszeit hätten Sie das Recht, bei Nichtbestehen die Ausbildung in dem Betrieb um bis zu ein Jahr zu verlängern und weitere Prüfungsversuche zu unternehmen. Wenn der Betrieb Sie nicht ohnehin übernehmen möchte, empfehlen wir ein individuelles Gespräch zwischen Ihnen, dem Betrieb und einem Experten der Handwerkskammer. Das Recht auf Wiederholung der Prüfung besteht auch nach Auslaufen des Ausbildungsvertrags.

Ich bin ein 30-jähriger syrischer Flüchtling mit Erfahrung im Handwerk, wie gelingt mir der Einstieg in Deutschland?

Bei der Handwerkskammer zu Köln gibt es die auf Bewerber mit Migrationshintergrund spezialisierten „Willkommenslotsen“. Diese erreichen Sie telefonisch unter  den Nummern 0221/2022651 oder 0221/2022485.

Wegen der Corona-Krise finde ich keinen Ausbildungsplatz. Muss ich bis zum nächsten Sommer warten?

Nein. Theoretisch kann eine Ausbildung jederzeit begonnen werden. Wie Berufsschulzeiten oder Vertrag dann ausgestaltet werden, kommt auf den Einzelfall an.

Mein Sohn hat sein Studium abgebrochen. Wie stehen seine Chancen auf eine duale Ausbildung?

Die Handwerkskammer zu Köln berät speziell Studienabbrecher und hat auch Informationen darüber, welche Betriebe im Kammerbezirk für solche Bewerber offen sind. Auch die Arbeitsagenturen beraten Studienabbrecher. In den Gesprächen werden die persönlichen Vorlieben, Fähigkeiten und Rahmenbedingungen einerseits und andererseits die Möglichkeiten und Angebote sowie die Wege dahin besprochen. Meist unterschätzen Studienaussteiger, was sie als Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringen. Es gibt sogar Branchen und Betriebe, die sehr gern Studienaussteiger einstellen. Für die Zielgruppe gibt es außerdem speziell das Programm „Relaunch Your Career“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg.

Mein Ausbildungsbetrieb ist vor Beginn der Ausbildung abgesprungen, was kann ich machen?

Bei der Ausbildungsplatzsuche kann die passgenaue Besetzung der IHK unterstützen. Die Beraterinnen Annette Hutmacher ( Tel. 0228/2284-197) und Elvira Fray (-230) vermitteln Bewerber an Ausbildungsbetrieb. Außerdem gibt es Informationen im Netz unter  www.ausbildung-bn-su.de.

Welche Ausbildungsbetriebe haben noch freie Stellen?

Freie Ausbildungsstellen können durch die IHK oder die Handwerkskammer vermittelt werden, aber auch durch die Agentur für Arbeit. Bewerber sollten sich also über möglichst viele Wege informieren und die Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Die Agentur für Arbeit bietet ihre Beratung unter der Rufnummer 0800-4-555500 an. Auch Online-Plattformen wie die Lehrstellenbörse der IHK (www.ihk-lehrstellenboerse.de) helfen bei der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle.

Wo kann ich weitere Fragen stellen?

Sollten Interessenten nach der GA-Telefonaktion weiteren Informations- oder Beratungsbedarf zum Thema Ausbildung haben, steht Ihnen die neu eingerichtete Hotline-Nummer 0228/924-1201 der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg rund um das Thema Ausbildung zur Verfügung. Fragen werden auch per E-Mail unter der Adresse Bonn.Berufsberatung@arbeitsagentur.de entgegengenommen.