Viele Wertpapieranlagen Deutsche Bank in Bonn machte 2023 gute Geschäfte

Bonn · Die Deutsche Bank hat ihr Geschäftsvolumen in Bonn im vergangenen Jahr gesteigert. Vor allem Wertpapiere waren bei den Kunden wieder gefragt. Mau lief indes ein anderer Geschäftsbereich.

Die Filiale der Deutschen Bank am Kaiserplatz ist eine von zwei verbliebenen in Bonn – die andere befindet sich in Bad Godesberg.

Die Filiale der Deutschen Bank am Kaiserplatz ist eine von zwei verbliebenen in Bonn – die andere befindet sich in Bad Godesberg.

Foto: Barbara Frommann

Die Deutsche Bank, die nun seit 110 Jahren einen Sitz in Bonn hat, zeigt sich mit ihrem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Das Geschäftsvolumen mit Privatkunden – also die Summe aus Krediten, Einlagen und Depotvolumen – lag zum 31. Dezember 2023 bei 2,6 Milliarden Euro in Bonn und bei 6,8 Milliarden Euro im gesamten Marktgebiet Bonn-Aachen. Für Bonn ist das ein Plus von 6,8 Prozent, für das Marktgebiet 7,4 Prozent. Das teilte die Deutsche Bank am Dienstag mit. Ergebnisse für ihre Unternehmensbank auf Stadtebene erfasst sie seit diesem Jahr nicht mehr.

In Bonn zählte die Bank Ende vergangenen Jahres mehr als 61.000 Kunden, im Marktgebiet rund 187.000. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg. Vor allem das Geschäft mit Wertpapieren boomte: „Mit Blick auf die Preissteigerungen und zur Vermeidung eines Realzinsverlustes standen vor allem Wertpapieranlagen und klassische Sparprodukte hoch im Kurs,“ sagt Jörg Döhler, Filialdirektor der Deutschen Bank in Bonn am Kaiserplatz. Das Depotvolumen betrug in Bonn 1,3 Milliarden Euro – ein Anstieg um mehr als 17 Prozent. Im ganzen Marktgebiet wuchs das Volumen sogar um mehr als 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Auch Investmentprodukte mit Anleihe- und Aktienfonds für die private Altersvorsorge verzeichneten ein Plus.

Immobilienkredite weniger gefragt

Das Interesse an Immobilienkrediten jedoch ließ angesichts gestiegener Zinsen, höherer Baukosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten nach. Christof Ruppert, verantwortlich für das Privatkundengeschäft in Bonn, hofft in diesem Jahr auf eine Wiederbelebung: „Anfang 2024 sind die Zinsen am Markt im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken. Dieses Jahr könnte für Kaufinteressierte wieder Chancen mit sich bringen.“

Kredite für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden seien im vergangenen Jahr derweil stark gefragt gewesen. Und auch bei Ratenkrediten gab es Zuwächse. Insgesamt lag das Kreditvolumen im Marktgebiet Bonn-Aachen bei gut 1,7 Milliarden Euro, davon 508 Millionen in Bonn.

Für die Unternehmenskunden der Deutschen Bank gibt es keine Zahlen, das Geldinstitut teilt jedoch mit, dass die regionale Wirtschaft die Herausforderungen des vergangenen Jahres „gut gemeistert“ habe. Sie habe die Dienstleistungen der Bank – etwa Finanzierungen und das Management von Liquidität und Einlagen – „intensiv nachgefragt“, sagt der für die Unternehmensbank in Bonn zuständige Michael Kaps.

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