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Deutsche Telekom in Bonn: Unternehmen macht Umsatzplus von 32 Prozent

Rückenwind aus dem US-Geschäft : Deutsche Telekom macht Umsatzplus von 32 Prozent

Die deutsche Telekom erwartet für das gesamte Jahr einen höheren Gewinn. Aber bei der Großkundensäule T-Systems hakt es. Mehr Einsparungen sollen jetzt folgen.

Mit Rückenwind durch den Zusammenschluss der US-Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint hat die Deutsche Telekom im dritten Quartal deutlich zugelegt. Beim Umsatz gab es ein Plus von 31,9 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) ohne Leasingaufwendungen stieg um 49,6 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Nach einer Rechnungslegungsumstellung rechnet die Telekom aus Gründen der Vergleichbarkeit beim Gewinn die Leasingverpflichtungen heraus.

Auch ohne Berücksichtigung der Fusion und Wechselkurseffekten wuchs der Konzern um zwei Prozent beim Umsatz und um zehn Prozent beim bereinigten Ebitda AL. „Wir sind weiterhin auf Kurs zu einem 100-Milliarden-Euro-Umsatz-Konzern“, sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges.

Der Konzern erhöhte wegen der guten Entwicklung in den ersten neun Monaten und eines positiven Ausblicks seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Telekom erwartet nun einen bereinigten Gewinn von mindestens 35 Milliarden Euro, eine Milliarde mehr als bisher. „Zu diesem Anstieg trägt das Geschäft auf beiden Seiten des Atlantiks mit höheren Ergebnissen bei“, sagte Höttges bei der Vorstellung der Zahlen zum dritten Quartal. Der Vorstand will für 2020 eine Dividende von 60 Cent pro Aktie zahlen.

Der Umbau des Geschäftskundensegments T-Systems hakt. Im dritten Quartal ging der Auftragseingang um 24,9 Prozent auf 0,7 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz fiel angepasst um die konzerninterne Neustrukturierung um 11,6 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebitda AL lag bei 67 Millionen Euro und damit um 16,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Als Konsequenz will die Telekom jetzt ein weiteres Sparprogramm ins Leben rufen, sagte Telekom-Finanzvorstand Christian Illek. Details seien noch nicht festgezurrt. Eigentlich läuft das Umstrukturierungsprogramm bei der schon länger kriselnden Säule noch bis Ende 2021. Die schlechtere Entwicklung im klassischen IT-Geschäft in Verbindung mit der Corona-Pandemie führte dazu, dass die Telekom den Wert der langfristigen Vermögenswerte um 500 Millionen Euro gesenkt hat.

Grundsätzlich gehe man derzeit vorsichtig vor, sagte Illek. Es sei massiv bei Beratern und Geschäftsreisen gespart worden, und auch bei Einstellungen sei man vorsichtig, hieß es weiter.